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Upgrade für das Münchner Verteilnetz

23.10.2026 – Die Stadtwerke München (SWM) integrieren zwei 110-kV Schaltanlagen in ihr bestehendes Strom-Verteilnetz.

Das Strom-Verteilnetz in München muss nach Angaben der SWM immer mehr Strom mit teils deutlich höheren Spannungen sicher zu den Endverbrauchern transportieren. Die SWM begründet dies beispielsweise mit der wachsenden Zahl installierter Wärmepumpen, mehr E-Fahrzeugen und dem (Zu-)Bau von Stromspeicherakkus und Rechenzentrumsleistung.

SF6-freie Schaltanlage

Dennis Friedrich, Kaufmännischer Leiter Schaltanlagenbau Deutschland bei Siemens Energy (2.v.r.) und Josef Heimkreiter, Leiter Schaltanlagenbau Deutschland bei Siemens Energy (rechts) übergaben zur Vertragsunterzeichnung ein Modell der Anlage an Helge-Uve Braun, SWM Geschäftsführer Technik (links), und Stefan Dworschak, Geschäftsführer SWM Infrastruktur (2.v.l.) (Foto: SWM)

Dennis Friedrich, Kaufmännischer Leiter Schaltanlagenbau Deutschland bei Siemens Energy (2.v.r.) und Josef Heimkreiter, Leiter Schaltanlagenbau Deutschland bei Siemens Energy (rechts) übergaben zur Vertragsunterzeichnung ein Modell der Anlage an Helge-Uve Braun, SWM Geschäftsführer Technik (links), und Stefan Dworschak, Geschäftsführer SWM Infrastruktur (2.v.l.). (Foto: SWM)

Um den steigenden Anforderungen an das Verteilnetz gerecht zu werden, hat die SWM zwei gasisolierte 110-kV-Hochspannungsschaltanlagen bei Siemens Energy bestellt. Die Schaltanlagen werden neben den Bestandanlagen aufgebaut und ersetzen diese. Sie weisen 120 Schaltfelder auf und gehören mit 125 Metern Länge zu den größten ihrer Bauart. Die Schaltfelder übernehmen verschiedene Aufgaben in der Stromweiterverteilung. Über Einspeisefelder gelangt Strom in die Anlage, während er über Abgangsfelder wird zu Verbrauchern oder nachfolgenden Netzen weitergeleitet wird.  Kuppelfelder verbinden verschiedene Abschnitte einer Schaltanlage miteinander.

In den Anlagen von Siemens Energy kommt anstelle des klimaschädlichen Schwefelhexafluorids (SF6) industriell gereinigte Luft als Isoliermedium zum Einsatz. Die gasisolierten Schaltanlagen benötigen nach SWM-Angaben weniger Platz und Wartungsaufwand. Durch den geringeren Platzbedarf lasse sich auf der vorhandenen Fläche mehr elektrische Leistung übertragen. Nach Fertigstellung werden die Kabel von den Bestandsanlagen auf die Neuanlagen umgelegt. „Die Stadtwerke München sind verantwortlich für die sichere Stromversorgung von rund 1,6 Millionen Menschen. Hierfür betreiben wir ein engmaschiges Versorgungsnetz, das wir permanent modernisieren und erweitern. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist der Neubau von zwei 110-kV-Schaltanlagen“, befindet Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM.

www.swm.de

(Beitragsbild: ktasimar / stock.adobe.com)