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Von Küste zu Küste

30.01.2026 – Das Projekt GriffinLink will mehrere Nordsee-Windparks gleichzeitig mit der deutschen und britischen Küste verbinden.

Mit dem Pilotvorhaben GriffinLink planen der deutsche Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany und sein britischer Partner National Grid die Entwicklung eines sogenannten hybriden Interkonnektors. Unter Einsatz dieser innovativen Lösung soll eine kombinierte Verbindung von deutschen und britischen Offshore-Windparks in der Nordsee und Stromnetzanschlüssen zu den Küsten beider Länder geschaffen werden.

So ein grenzüberschreitendes hybrides Energiesystem könnte nach Ansicht der Projektpartner jederzeit grünen Strom dort in das Netz einspeisen, wo er gerade erzeugt werden kann und ihn genau dorthin transportieren, wo er benötigt wird. Auf diese Weise soll eine bessere Auslastung der Netze und der angeschlossenen Offshore-Windparks sowie eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien über nationale Grenzen hinweg realisiert werden.

Die Grafik zeigt das Funktionsschema des hybriden Interkonnektors GriffinLink. (Bild: TenneT Germany)

Die Grafik zeigt das Funktionsschema des hybriden Interkonnektors GriffinLink. (Bild: TenneT Germany)

„GriffinLink ist das erste Projekt seiner Art in Europa und wird ein großer Meilenstein bei der grenzüberschreitenden Energieversorgungssicherheit. Gemeinsam mit unserem Partner National Grid zeigen wir, wie wir über nationale Grenzen hinausdenken und Offshore‑Windparks so verbinden können, dass ein vernetztes, europäisches Energiesystem entstehen kann. Statt isolierter Einzelprojekte sehen wir künftig immer mehr hybride, grenzüberschreitende Verbindungen im Fokus“, erläutert Tim Meyerjürgens, CEO von TenneT Germany.

Strommärkte verbinden

Der hybride Interkonnektor soll neben der Verbindung der beiden nationalen Strommärkte die Einbindung von insgesamt 3,8 Gigawatt Offshore-Wind-Erzeugung ermöglichen – wobei jeweils bis zu 2 Gigawatt Leistung nach Deutschland und bis zu 1,8 Gigawatt Leistung nach Großbritannien übertragen werden können. Alternativ könnten beispielsweise auch 1,8 Gigawatt Leistung direkt aus dem nationalen Stromnetz eines Landes in das Stromnetz des anderen Landes übertragen werden – quasi von Küste zu Küste.

Noch nicht in trockenen Tüchern

Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen TenneT Germany und National Grid wurde Ende Januar 2026 der erste Schritt in diesem Vorhaben gemacht. Allerdings steht die Entwicklung des Projekts vorbehaltlich einer endgültigen Investitionsentscheidung. Bei einer Umsetzung könnte das System voraussichtlich Ende der 2030er Jahre in Betrieb gehen. (cp)

www.tennet.eu

www.nationalgrid.com

Beitragsbild: (Bild: TenneT Germany)