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BEE: Preis- und Marktsignale statt CfD-Förderrahmen

25.01.2023 – Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) warnt vor der Einführung von Differenzverträgen, sogenannten Contracts for Difference (CfD), wie sie die EU-Kommission kürzlich im Rahmen der Reform des europäischen Strommarkts in die Diskussion gebracht hat. „Unser zukünftiges Energiesystem muss auf solide Füße gestellt werden“, so Dr. Simone Peter, Präsidentin des BEE und führt aus. „Dafür ist das planwirtschaftliche Modell der CfD nicht geeignet. Wir brauchen Preis- und Marktsignale, um den Strommarkt auszugleichen und daher ein Marktdesign, das Flexibilitäten anregt. Zudem ist eine mengen- statt eine zeitbasierte finanzielle Absicherung des Zubaus von Erneuerbaren Energien zu schaffen.“

Weggabelung rotes und grünes Schild

Bild: waldryano / pixabay.com

Nach Ansicht des BEE können CfD unter bestimmten Voraussetzungen einen beginnenden Markthochlauf von Technologien unterstützen. Es sei aber ein Marktdesign erforderlich, das Investitionen in Flexibilitätsoptionen über die gesamte Breite des Energiesektors betriebswirtschaftlich anreizt. CfD würden jedoch Preissignale kappen und damit wirtschaftliche Chancen. Grund: Bei einer CfD-Fördersystematik bestehe die Gefahr, dass bei Geboten mögliche Risiken eingepreist werden, so dass die Umsetzung der Energiewende insgesamt teurer werde.

Für Kraft-Wärme-Kopplung-, Wasserkraft- und Bioenergieanlagen, Speicher und Sektorenkopplungstechnologien wie Grüner Wasserstoff seien Preissignale entscheidend, damit sie in Zeiten hoher Bedarfe ihre Leistung fokussiert bereitstellen.

Künftiges Strommarktdesign muss gesamte Energiewirtschaft in den Blick nehmen

Auch für akzeptanzschaffende Maßnahmen wie Grünstromprodukte oder Bürgerenergie beziehungsweise die energiewirtschaftlich wichtigen Langfristmärkte seien CfD ein Problem. Laut BEEE muss das künftige Strommarktdesign die gesamte Energiewirtschaft in den Blick nehmen sowie ein stabiles Fundament für einen funktionierenden Markt schaffen und langfristig tragfähig sein.

Mit Blick auf das Ziel, 80 Prozent Erneuerbare bis 2030 in den Blick zu nehmen und das Energiesystem auf 100 Prozent Erneuerbare vorzubereiten sei es dem Verband zufolge nicht zielführend, ein starres System durch ein anderes starres System zu ersetzen, sondern eine flexible Mengenförderung zu organisieren und benötigte Flexibilitäten anzuregen. (ds)

www.bee-ev.de