08.10.2026 – Mit ihrer strategischen Partnerschaft wollen Lime Technologies und panadress Energieversorgern eine präzisere Kundensegmentierung ermöglichen. Wie eine Kombination aus externen Gebäude- und Interessenprofilen und internen Kundendaten aussieht, zeigen die Stadtwerke Witten.
Lime Technologies, Anbieter einer modernen CRM-Lösung für die Energieversorgungsbranche, und der Marketing-Data-Provider panadress haben ihre strategische Partnerschaft bekanntgegeben.
Mit dieser Zusammenarbeit soll statt des Gießkannenprinzips künftig eine präzisere Kundensegmentierung ermöglicht werden, um Kund:innen gezielter anzusprechen. Ein erstes Praxisbeispiel liefern die Stadtwerke Witten: Sie haben erfolgreich datengetriebene Kampagnen gestartet.
Von der E-World zur Praxis
Auf der E-World, eine führende Messe der europäischen Energiewirtschaft, wurde 2025 erstmals eine Zusammenarbeit zwischen Lime Technologies, panadress und den Stadtwerken Witten konkret besprochen. In den Gesprächen wurde das Potenzial einer kombinierten Datenstrategie deutlich. Noch auf der Messe entstand ein erstes interaktives Dashboard, das die Möglichkeiten einer integrierten Lösung greifbar machte.
Die Stadtwerke Witten implementierten Lime CRM und starteten zwei Kampagnen: eine zur proaktiven Kommunikation von Preisanpassungen und eine zur Vermarktung von Photovoltaik-Lösungen. Das Besondere daran: Beide Kampagnen verbinden interne Kundendaten aus dem Abrechnungssystem mit externen mikrogeografischen Daten von panadress. Diese umfassen u. a. Gebäudedaten wie Gebäudetyp, Baujahr und Lage sowie soziodemografische Daten zur Altersstruktur der Bewohner und zur Kaufkraft. In Kombination mit zusätzlichen Informationen über die Affinitäten der Kunden, den sogenannten Consumer Interests, ist eine gezieltere Kundenansprache möglich.
Segmentierung mit Substanz
Das Ergebnis ist eine Segmentierungsstrategie, die Zielgruppen anhand konkreter Merkmale eingrenzt. Statt alle Kunden pauschal zu kontaktieren, können die Stadtwerke Witten nun gezielt jene Haushalte identifizieren, für die ein Photovoltaik-Angebot aufgrund von Interessenprofilen und Gebäudemerkmalen besonders relevant sein könnte – etwa Haushalte in Einfamilienhäusern mit einer Affinität zur Solarenergie. Soziodemografische Profile und Interessensprofile ermöglichen eine gezieltere Kampagnenplanung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Damit lassen sich weniger unnötige Kommunikation, geringere Kosten und eine höhere Kundenzufriedenheit anstreben – weil Angebote dort ankommen, wo sie tatsächlich gezielt an Haushalte gerichtet werden, für die sie voraussichtlich relevant sind. (rp)



