Sektorenkopplung: Bausatz für neue Anwendungen

22.06.2022 – Das IoT-Unternehmen Kiwigrid bringt mit KiwiOS X die neueste Generation des Betriebssystems für erneuerbare Energien auf den Markt. Bereitgestellt als Platform-as-a-Service (PaaS) sollen Energiedienstleister, Hardware-Hersteller und Systemanbieter über offene Schnittstellen (APIs) Energieanwendungen flexibel und schnell entwickeln können. Im Zusammenspiel mit dem kürzlich vorgestellten Gateway für Energiemanagement VoyagerX, bietet KiwiOS X nach eigenen Angaben Konnektivität zu einem breiten Portfolio von Geräten verschiedene Hersteller.

Um die Energienutzung zu optimieren, müssen die unterschiedlichen dezentralen Erzeuger und Verbraucher wie PV-Anlagen, Elektroautos und Wärmepumpen verschiedener Hersteller intelligent miteinander verbunden und gesteuert werden. Das führt zu einer immensen Komplexität an Schnittstellen, Protokollen und Firmwares. Um skalierbar und zukunftssicher die vielfältigen Möglichkeiten abbilden zu können, bedarf es dem Aufbau und der Wartung einer komplexen Infrastruktur.

Software Kiwigrid KiwiOS X
Kiwigrid veröffentlicht die neueste Plattformgeneration KiwiOS X für eine schnelle und skalierbare Entwicklung von Energieanwendungen. Foto: Kiwigrid GmbH

Anbindung über API

Kiwigrid bietet dafür spezifische APIs an. Diese seien unabhängig von Geräteherstellern und Protokollen auf die Geräteklassen PV-Wechselrichter, Stromspeicher, Wallboxen, Wärmepumpen und Zähler zugeschnitten. Sie stellen Endpunkte für das Monitoring von Energieflüssen bis hin zu komplexen Funktionen für das Energiemanagement bereit. Diese über eine API abrufbaren Funktionsbausteine erlauben Kiwigrid zufolge die modulare Implementierung von Lösungen.

KiwiOS X stellt Unternehmen einen Bausatz zur Verfügung, um Anwendungen eigenständig, unabhängig und schnell zu entwickeln. Durch die standardisierte, offene API-Softwarearchitektur kann das Betriebssystem in angrenzende Systeme integriert werden. Bereitgestellt als PaaS können Anwendungen entsprechend der Marktentwicklung und der Kundenbedürfnisse modular implementiert und das Geräteportfolio stetig erweitert werden.

Das Betriebssystem KiwiOS X nutzt Google-Cloud-Dienste, die dem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik herausgegebenen C5-Standard genügen sollen. Zudem ist Kiwigrids Informationssicherheitsmanagementsystem, so das Unternehmen, nach dem internationalen Standard ISO/IEC 27001 zertifiziert. Somit erfüllt KiwiOS X höchste Sicherheitsanforderungen. Es soll zukünftig auch mit intelligenten Messsystemen kompatibel sein.

Nächste Entwicklungsschritte: APIs für smarte Tarife und Flexibilitäten

In künftigen Entwicklungsstufen sollen APIs für smarte Tarife und Flexibilitäten folgen. Laut Kiwigrid wird der erste PaaS-Großkunde KiwiOS X zunächst deutschlandweit zur herstellerübergreifenden Vernetzung, Visualisierung und Optimierung von Solaranlagen, Speichern und Wallboxen nutzen. (ds)

www.kiwigrid.com

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