RWE: Erste Floating-PV-Anlage in Betrieb

04.07.2022 – Der Energieversorger RWE hat sein erstes schwimmendes Photovoltaikprojekt (PV) in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus rund 13.400 Solarmodulen, die auf einem See in der Nähe des Kraftwerks Amer in Geertruidenberg in der niederländischen Provinz Nordbrabant zu Wasser gelassen wurden. Die Anlage hat eine installierte Leistung von 6,1 Megawatt Peak (MWp). Die schwimmende PV-Anlage ist die neueste von insgesamt drei Solaranlagen am Kraftwerk Amer.

Floating PV Anlage Kraftwerk Amer Niederlande
Die schwimmende PV-Anlage wurde auf einem Kühlwassersee am niederländischen Kraftwerk Amer realisiert. Foto: RWE AG

Floating-PV-Anlage auf Kühlwassersee

Die schwimmende PV-Anlage wurde auf einem Kühlwassersee realisiert. Da der See seit vielen Jahrzehnten nicht mehr zu diesem Zweck genutzt wird und keine direkte Verbindung mit dem nahe gelegenen Fluss Amer besteht, sei er RWE zufolge ideal geeignet. Um zu verhindern, dass die Module – etwa bei starkem Wind – abtreiben, sind sie an 52 Betonblöcken verankert, die auf dem Grund des Sees liegen. Jeder Block wiegt 4,6 Tonnen. Insgesamt wurden 25 Kilometer Kabel verlegt, um den erzeugten Strom zum Ufer zu bringen und ins Netz des Kraftwerks einzuspeisen.

Solarpark Amer

Im Jahr 2018 realisierte RWE die erste Phase des Solarparks Amer und installierte über 2.000 PV-Module mit 0,5 MWp Leistung auf dem Dach des Kraftwerks. 2021 hat der Versorger nach eigenen Angaben die Kapazität mit PV-Freiflächenanlagen weiter erhöht. Die insgesamt 5.760 Module sind seit letztem Sommer in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme des schwimmenden Projekts erhöhe sich die Gesamtkapazität des Solarparks Amer von 0,5 auf rund 9 MWp. Wie RWE mitteilt, entspricht der vom Solarpark Amer erzeugte Ökostrom umgerechnet dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 2.300 niederländischen Haushalten. (ds)

www.rwe.com

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