Jetzt wird gesteuert!

Der Messtellenbetreiber als Möglichmacher für Flexibilität im Verteilnetz

Der Energiesektor befindet sich im Wandel: Der Vormarsch von dezentralen Erzeugungsanlagen, Elektromobilität und großen Verbrauchsanlagen wie Wärmepumpen stellen die Netzstabilität auf den Prüfstand. Abhilfe soll das CLS-Management schaffen mit neuen Prozessen und gesetzlich definierten Ausstattungsquoten sowie Fristen bereits ab Ende 2025. Doch wie soll das alles in kurzer Zeit gelingen?

Mehr als Messen – Die Steuerbox macht den Unterschied

Für das CLS-Management reicht der Einbau eines intelligenten Messystems nicht aus. Eine Steuerbox bildet dabei den zentralen Baustein für eine CLS-fähige Infrastruktur. In den letzten Jahren erwies sich für die Branche der Rollout von intelligenten Messystemen bereits als anspruchsvoll, nicht zuletzt aufgrund der Herausforderung, Prozesse End-to-End abzuwickeln. Hinzu kommt beim CLS-Management die Neuartigkeit des Themas. Tim Stephan, Product Owner intelligente Messysteme bei EnBW Utility Services, erläutert: „Wir bieten mit unserer Dienstleistung eine interoperable Lösung. Durch unsere Mitarbeit in Verbänden können wir einerseits auf die Ausprägung der technischen Spezifikationen von Steuerboxen Einfluss nehmen. Andererseits ist unsere Systemlandschaft auf die Geräte optimal zugeschnitten, sodass eine durchgängige Übertragung von Steuerbefehlen sichergestellt wird.“

Steuern mit System – So wird CLS-Management zukunftssicher

Bewähren müssen sich zukünftig neben den Steuerboxen die IT-Systeme und Gesamtprozesse, welche neue Informationswerte abbilden, Prognosen der Netzauslastung erstellen sowie Engpässe erkennen und auflösen müssen. EnBW Utility Services nutzt als Basis für eine stabile und skalierbare Lösung die CLS-Software von der Robotron Datenbank-Software GmbH. „Durch unsere langjährige Kompetenz in der Projektimplementierung stellen wir eine reibungslose Systemintegration von Kunden sicher. Neue Entwicklungsanforderungen und regulatorische Vorgaben können wir durch unser agiles Vorgehen schnell umsetzen“, erklärt Tim Stephan.

Das CLS-Management wird konsequent in die bestehende IT-Landschaft für die Gateway Administration und das Messdatenmanagement von EnBW Utility Service integriert. Ein zentraler Baustein ist hier das intelligente Störungsmanagement. Es ermöglicht, Informationen aus allen angebundenen Systemen zentral zu sammeln. Kommt es im Betrieb zu Störungen, so werden diese automatisiert erfasst und klassifiziert. Eine intelligente Entscheidungslogik leitet automatisch Maßnahmen ab. Das hat bereits im GWA-Betrieb manuelle Aufwände und die Zeit bis zur Störungsbehebung erheblich verringert.

Von der Theorie in die Praxis – Erfahrung als Schlüsselkompetenz

Netzsteuerung kann effizient gelingen und muss tatsächlich nicht gleich Aufbau von Personal bedeuten. Dienstleister im CLS-Management können als Bindeglied zwischen Netzbetreibern, Messstellenbetreiber und Endkunden fungieren. „Mit der Teilnahme an mehreren Feldtests hat EnBW Utility Services bereits seit 2022 bei der Entwicklung moderner CLS-Management-Lösungen mitgewirkt. Mit unseren Erfahrungen aus den Projekten sind wir für den GoLive unserer Kunden für das kommende Jahr gut gerüstet“, erläutert Tim Stephan. Das Jahr 2026 wird allgemein zeigen, wie weit die Branche ist. Es ist eine der größten Transformationen im Energiesektor: Eine Transformation weg vom reinen Messen, hin zum netzdienlichen – und am Ende auch kundendienlichen – Steuern.

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