WIE KOMMUNALE ENERGIENETZE INN-SALZACH IHR VERTEILNETZ FIT FÜR DIE ENERGIEWENDE MACHT

Der bayerische Verteilnetzbetreiber mit rund 19.000 Anschlusspunkten steht stellvertretend für eine Vielzahl kleinerer VNBs, die sich inmitten der Energiewende einem wachsenden Digitalisierungsdruck ausgesetzt sehen. Die Integration von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Wallboxen stellt Netzbetreiber vor neue Herausforderungen: Netzbelastungen müssen frühzeitig erkannt, Schalthandlungen sicher geplant und Anschlussprüfungen schneller bearbeitet werden. Gleichzeitig sind Ressourcen und Kapazitäten bei kleineren Unternehmen naturgemäß begrenzt – die Sorge vor aufwändigen IT-Projekten und langen Pilotphasen ist groß.
Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit envelio an. Das Kölner Cleantech-Unternehmen hat mit der Intelligent Grid Platform (IGP) verschiedene Softwarelösungen entwickelt, mit denen Stromnetzbetreiber ihre Netze digital und automatisiert überwachen, steuern sowie planen können. Ziel des Projekts mit KEN-IS war es, zunächst eine solide digitale Grundlage zu schaffen: einen digitalen Zwilling des Verteilnetzes, der als Basis für alle weiteren Automatisierungsschritte dient.
Die Netzdaten von KEN-IS wurden in die IGP integriert und ein vollständiges digitales Netzmodell aufgebaut. Das Ergebnis überzeugte: Bereits nach sieben Monaten war das Onboarding abgeschlossen – mit einem Netzmodell, das zu 99 Prozent rechenfähig ist. Ein Wert, der die Grundvoraussetzung für zuverlässige Netzanalysen, Simulationen und eine effiziente Betriebsführung bildet.
Auf Basis dieses digitalen Zwillings wurden anschließend Anschlussprüfung und Netzplanung erfolgreich digitalisiert. Netzplaner können Anfragen für Erzeuger und Verbraucher heute technisch schneller und transparenter bewerten. Gleichzeitig profitieren alle Abteilungen – von der Einspeiseverwaltung über das Anschlusswesen bis hin zum Störungsdienst – davon, Prozesse vorab in der IGP simulieren und dokumentieren zu können. Herbert Faschingbauer, Bereichsleiter Stromversorgung bei KEN-IS, fasst den Mehrwert prägnant zusammen: Die nahezu in Echtzeit sichtbare Netzstruktur und die frühzeitige Erkennung von Netzbelastungen seien gerade bei Netzumschaltungen und der Integration erneuerbarer Energieanlagen, Wallboxen und künftig steuerbarer Einrichtungen ein entscheidender Vorteil.
Was das Projekt besonders auszeichnet: Es zeigt, dass Digitalisierung kein Großprojekt erfordert. KEN-IS hat bewiesen, dass auch ein Netzbetreiber mit überschaubarer Größe innerhalb weniger Monate ein vollwertiges digitales Netzmodell aufbauen und darauf aufbauend operative Prozesse spürbar verbessern kann – ohne das Tagesgeschäft zu gefährden.
Zukünftig evaluiert KEN-IS weitere Digitalisierungsschritte – darunter die potenzielle Einführung des envelio Schaltmanagers. Die App ermöglicht die Simulation, Planung und Dokumentation von Schalthandlungen und würde die Netzführung bei KEN-IS auf das nächste Level bringen. Der digitale Zwilling ist damit nicht Endpunkt, sondern Ausgangspunkt einer kontinuierlichen Modernisierung des Netzbetriebs.
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