19.02.2025 – Coburger Forscher speichern Strom in Beton

Foto: OpenAI / DALL-E (KI-generiert)
Beton nicht nur aus statischen Gründen nutzen, sondern zusätzlich als riesigen Energiespeicher – dieser Gedanke faszinierte Prof. Dr. Markus Weber, Studiengangsleiter für Allgemeines Bauingenieurwesen an der Hochschule Coburg. Masterand Simeon Ulm nahm die Idee auf und konstruierte einen kleinen Superkondensator mit Beton. Beim Praxistest am Campus konnten die Wissenschaftler nun zeigen, dass der Coburger EC3-Superkondensator mit Beton funktioniert und ein kleines, rotes Licht zum Leuchten bringen kann.
Die Forscher verwendenden für ihren „Beton-Speicher“ sogenannte Superkondensatoren. Während Batterien Strom durch chemische Umwandlungsprozesse liefern, nutzen Kondensatoren das Prinzip der Elektrostatik. Im Inneren von Kondensatoren befinden sich zwei elektrisch leitende Platten, die durch ein isolierendes Material voneinander getrennt sind. Wird eine Spannung angelegt, sammeln sich positiv geladene Ionen an der einen, negativ geladene Ionen an der anderen Platte. Zwischen den Platten entsteht ein elektrisches Feld, in dem die Energie gespeichert wird. Bei Superkondensatoren wird die Speicherkapazität durch Elektrolyte erhöht. (cp)


