28.04.2026 – Über 80 Prozent der Deutschen sehen Unternehmen in der Pflicht, beim Klimaschutz voranzugehen – so das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Studie von YouGov im Auftrag der Telekom.
Das Engagement lohnt sich: 70 Prozent der befragten Verbraucher:innen sagen, dass Klimaneutralität das Image eines Unternehmens verbessert, und für 60 Prozent beeinflusst dieses Image auch die Kaufentscheidung positiv. Knapp die Hälfte (49 Prozent) gibt an, eher bei einem Anbieter zu kaufen, der seinen CO₂-Fußabdruck aktiv reduziert. Ebenso viele wären bereit, für nachhaltigere Produkte mehr Geld zu bezahlen. Als besonders relevante Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf Seiten der Unternehmen empfinden die Befragten Recycling und Kreislaufwirtschaft (50 Prozent), umweltfreundliche Verpackungen (42 Prozent) sowie Energie- und Ressourceneinsparungen beziehungsweise den Einsatz erneuerbarer Energien (jeweils 35 Prozent).
Wenig Vertrauen in die Wirtschaft
Gleichzeitig zeigt die Studie jedoch ein zentrales Problem: Vertrauen. Nur etwa die Hälfte der Verbraucher glaubt Unternehmen ihre Klimaneutralitäts-Versprechen, mehr als zwei Drittel vermuten sogar Greenwashing. Ein Grund dafür ist, dass viele Botschaften zu kompliziert oder zu vage formuliert sind – nur rund jeder Zweite versteht, was Unternehmen eigentlich meinen, wenn sie von „Klimaneutralität“ sprechen. Verbraucher wünschen sich deshalb von Unternehmen vor allem Klarheit statt Marketing: konkrete und messbare Klimaziele, verständliche Sprache sowie transparente Nachweise und regelmäßige Fortschrittsberichte. Viele Konsument:innen wären sogar bereit, für nachhaltigere Produkte mehr Geld auszugeben – vorausgesetzt, die Maßnahmen sind glaubwürdig und nachvollziehbar.
Auch bei der Entscheidung der Verbraucher:innen für Unternehmen spielt Nachhaltigkeit der Studie zufolge eine wichtige Rolle. Knapp die Hälfte (49 Prozent) gibt an, eher bei Anbietern zu kaufen, die ihren CO₂-Fußabdruck aktiv reduziert. Ebenso viele wären bereit, für nachhaltigere Produkte mehr Geld zu bezahlen. Als besonders relevante Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf Seiten der Unternehmen empfinden die Befragten Recycling und Kreislaufwirtschaft (50 Prozent), umweltfreundliche Verpackungen (42 Prozent) sowie Energie- und Ressourceneinsparungen beziehungsweise den Einsatz erneuerbarer Energien (jeweils 35 Prozent).
Die Sicht der Unternehmen
Eine Umfrage von YouGov und Telekom unter 533 Unternehmensentscheidern zu demselben Thema ergab, dass auch Unternehmen die Vorteile von Klimaschutzmaßnahmen erkannt haben: 85 Prozent halten ihr Engagement für den Klimaschutz für richtig, und mehr als drei Viertel sind überzeugt, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich lohnen. Rund zwei Drittel investieren bereits in entsprechende Maßnahmen – oft mit messbaren wirtschaftlichen Vorteilen, etwa durch Kosteneinsparungen und Wettbewerbsvorteile. Die gestiegene Bereitschaft auf Verbraucherseite, für nachhaltige Produkte mehr Geld auszugeben, macht sich auch auf Unternehmensseite bemerkbar: Knapp die Hälfte (44 Prozent) verzeichnete steigende Verkaufszahlen aufgrund ihres Umweltengagements.
Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage von YouGov fand im Auftrag der Telekom statt. Für die Untersuchung wurden rund 2.000 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland im Dezember 2025 und Januar 2026 befragt. (pq)



