Oh du fröhliche Strom(spar)zeit

Der Dortmunder Weihnachtsbaum im Jahr 2024. (Bild: Anna / stock.adobe.com)

Der Dortmunder Weihnachtsbaum im Jahr 2024. (Bild: Anna / stock.adobe.com)

18.12.2025 – Deutschland leuchtet – und zwar gewaltig. Aber nicht nur für die Augen, sondern auch für den Stromzähler. Denn: Weihnachtsbeleuchtung ist ein kleiner, aber sehr aussagekräftiger Indikator dafür, wie sorgsam oder verschwenderisch wir mit Energie umgehen. Zwei aktuelle Erhebungen zeigen, dass es da durchaus Unterschiede gibt. 

Stromgiganten auf öffentlichen Plätzen 

Wenn ein Weihnachtsbaum die Rolle des Stadtmaskottchens übernimmt, dann in Dortmund. 45 Meter Höhe, 138.000 LEDs und Betrieb ohne Pause machen den Baum zur klaren Nummer eins im bundesweiten Vergleich von Enpal. Frankfurt und Wiesbaden folgen mit einigem Abstand, während Duisburg, Braunschweig, Hagen und Hamm mit jeweils zehn Metern eher kompakter bleiben. Im Schnitt bringen es die untersuchten Stadtbäume auf rund 17 Meter und leuchten knapp 13 Stunden am Tag.  

(Grafik: LichtBlick SE)

(Grafik: LichtBlick SE)

Zuhause wird gespart 

In den Haushalten fällt das Bild zurückhaltender aus. Laut einer Umfrage von LichtBlick brennen in deutschen Wohnzimmern und Vorgärten dieses Jahr fast 20 Milliarden Lämpchen – weniger als im Vorjahr. Der Hauptgrund dürfte der Abschied alter Leuchtmittel sein, wie Ata Mohajer, Communication Manager bei LichtBlick, erklärt: „Viele ältere Leuchtgeräte mit konventionellen Lampen haben ihre Lebensdauer überschritten. Dafür spricht, dass der Anteil moderner LED-Leuchten im selben Zeitraum gestiegen ist.“  

Der LED-Anteil liegt inzwischen bei 83 Prozent. Entsprechend sinkt auch der Stromverbrauch. Dieser beträgt aktuell rund 491 Millionen Kilowattstunden, 128 Millionen Kilowattstunden weniger als im Vorjahr. 41 Prozent der Befragten geben an, vor allem aus Energiespargründen auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. 

Am Alltag der Menschen ändert das wenig. Mehr als die Hälfte nutzt die Beleuchtung täglich. Ein Drittel drei bis vier Stunden, ein Viertel fünf bis sechs.  

(Grafik: LichtBlick SE)

(Grafik: LichtBlick SE)

Smarte Lichter 

Wer genauer steuern möchte, wann und wie lange die bunten Lämpchen glühen, greift inzwischen mehr auf technischen Beistand zurück. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom nutzt mittlerweile fast jede:r Zweite (48 Prozent) Smart-Home-Anwendungen im eigenen Zuhause. Besonders verbreitet sind smarte Lampen und Leuchten, die sich automatisch abschalten oder zeitlich steuern lassen. 

Viele Haushalte beschränken sich dabei nicht auf einzelne Geräte. Mehr als die Hälfte der Smart-Home-Nutzer:innen setzt sechs oder mehr vernetzte Anwendungen ein. So auch sicherlich für den Lichterglanz am Weihnachtsbaum. 

Öffentliche Weihnachtsbeleuchtung sorgt für Freude 

Die Zustimmung zu Weihnachtsbeleuchtung an öffentlichen Orten und Gebäuden bleibt hoch. 78 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Nur jede Siebte hält öffentliche Weihnachtsbeleuchtung für überflüssig. (pms) 

www.enpal.de  

www.lichtblick.de 

www.bitkom.org