12.03.2026 – Die Energieforen Leipzig und enercity intensivieren ihre Zusammenarbeit, indem sie in verschiedenen Regionen lokale Kooperationsnetzwerke initiieren.
Viele Stadtwerke und regionale Versorgungsunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Netze zu modernisieren beziehungsweise auszubauen. Dabei müssen sie auch Digitalisierungsthemen gerecht werden und neue Geschäftsmodelle etablieren, was wiederum zu einem hohen Investitionsbedarf und Wettbewerbsdruck führen kann. Vor diesem Hintergrund vertiefen die Energieforen Leipzig GmbH und enercity AG ihre Zusammenarbeit, um vor Ort Synergien zu schaffen. Ziel ist es, durch Kooperationen zwischen Stadtwerken bei der gegenwärtigen und langfristigen Weiterentwicklung zu unterstützen.
Startpunkt Nordostdeutschland
Im ersten Schritt starten die Energieforen und enercity im geografischen Nordost-Deutschland mit verschiedenen lokalen Kooperationsnetzwerken: Stadtwerke dieser Region sollen untereinander kooperieren und gemeinsam operative sowie strategische Aufgaben angehen. Die Netzwerke sollen kleine und mittlere Versorger unterstützen – von der Umsetzung regulatorischer Rahmenbedingungen bis hin zur gegenseitigen Leistungserbringung oder zum Leistungsbezug.
Kooperationen als Hebel

Die Kooperationspartner beim Energy Future Leaders Kongress: (V.l.n.r.) Raphael Noack (Energieforen Leipzig GmbH) Mathias Timm und Tobias Frevel (beide enercity AG). (Bild: Philipp Kirschner via Leipziger Energieforen).
Gerade auf lokaler Ebene soll die Zusammenarbeit eine entscheidende Beschleunigung bringen, da so Know-how gebündelt, Transaktionskosten reduziert und Skalierungseffekte ermöglicht werden. Für Stadtwerke bedeutet dies: Projekte schneller in die Realisierung bringen, Ressourcen gezielter einsetzen, regionale Wertschöpfung sichern sowie den Fachkräftemangel meistern – ohne dabei die eigene Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit zu verlieren.
„Die Energiewende ist ein fundamentaler Systemwechsel in unserer Branche. Sie gelingt nur dann, wenn kommunale Akteure ihre Kräfte bündeln. Strategische Partnerschaften schaffen die notwendige Handlungsfähigkeit, um komplexe Herausforderungen gemeinsam zu meistern und regionale Wirkung zu entfalten. Unsere lokalen Kooperationsnetzwerke setzen genau hier an: Sie verbinden Expertise, reduzieren Aufwand und beschleunigen die Umsetzung vor Ort. So wird aus Zusammenarbeit ein echter Transformationsmotor“, erklärt Mathias Timm, Bereichsleiter Kommunale Angelegenheiten bei enercity.
Unter der Leitung der Energieforen und der fachlichen Begleitung von enercity sollen in den einzelnen Netzwerken Strukturen geschaffen werden, die eine kontinuierliche Kollaboration konkret machen – etwa durch regelmäßige Geschäftsführertreffen. Die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele werden dabei von den kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen selbst festgelegt. Die Energieforen übernehmen anschließend die professionelle Koordination, bereiten die Themen auf und sorgen für eine zeitnahe Umsetzung der Maßnahmen.
Weitere Netzwerke verankern
„Wir starten jetzt mit einem klaren Setup und werden weitere Netzwerke aufbauen, um Zusammenarbeit regional wirksam zu verankern“, stellt Raphael Noack, Geschäftsführer der Energieforen Leipzig, die weitere Roadmap vor. So nimmt bereits in Mitteldeutschland ein weiteres lokales Kooperationsnetzwerk seine Arbeit auf, das schon die ersten Mitglieder und Initiativen begrüßen darf. Dies setzen die Energieforen in Zusammenarbeit mit der EDW Energiedienste um. Weitere regionale Netzwerke sind in Südbayern und in Südwestdeutschland in Vorbereitung – teilweise mit und ohne fachliche Begleitung. (cp)
Beitragsbild: PanoramaStudio / stock.adobe.com (KI-generiert)


