
25 bis 35 Prozent Einsparungen sind laut regiocom durch KI-Einsatz im Kundenservice möglich. (Foto: N_K / stock.adobe.com)
11.05.2026 – Engagierte Service-Mitarbeitende mit energiewirtschaftlichen Kenntnissen gesucht? Auf der KI-Plattform compass AI von regiocom könnten Versorger und Netzbetreiber fündig werden.
Digitale Kundenportale, in denen Anschlussanfragen gestellt, Abschläge geändert oder Zählerstände erfasst werden können, finden Kund:innen heute schon bei vielen Unternehmen der Branche.
Doch wer eine direkte Anfrage an seinen Netzbetreiber oder Stromversorger stellt, muss sich häufig in Geduld üben. Künstliche Intelligenz könnte die Bearbeitungszeiten im Kundenservice verkürzen, doch über den drolligen Chatbot, der Kund:innen durch die vorhandenen digitalen Angebote lotst, kommen bisher die wenigsten hinaus. Max Schlieker, Mitinhaber der regiocom SE, sieht dafür im Wesentlichen technische Gründe: „Die marktüblichen KI’s sind generische Allrounder, die als externe Blackbox aufwändig in die bestehenden Systeme integriert und für die Anforderungen im energiewirtschaftlichen Kundenservice fit gemacht werden müssen.“ Das koste viel Zeit, führe zu Frustrationen und verhindere, dass die tatsächlichen Effizienzpotenziale ausgeschöpft würden.
Eingebaute Branchenexpertise

compass AI

Eine weitere Besonderheit: compass AI ist vom ersten Moment an für die spezifischen Anforderungen im Kundenservice von Netzbetreibern und Stromlieferanten vorbereitet. „Das erleichtert den Einstieg erheblich und ermöglicht dem Unternehmen eine zügige Einführung, bei der die KI sofort Nutzen zeigt“, so Schlieker. Dazu haben regiocom und enneo ein besonders Konzept entwickelt.
Digitale Kolleg:innen
Anstelle generischer KI-Anwendungen, die aufwendig angepasst werden müssen, stellt compass AI den Mitarbeitenden im Service von Beginn an ein Team von spezialisierten KI-Agenten zur Seite.

Welche Agenten zu welchem Zeitpunkt operativ eingesetzt werden, liegt im Ermessen des Unternehmens. „Wir raten, mit einzelnen Prozessen anzufangen, die einfach automatisiert werden können oder es bereits sind. So kann man Erfahrungen sammeln und eventuell auch Anpassungen vornehmen“, rät Jenny Kaspar, Projektleiterin und Accountmanagerin für compass AI. Das ist problemlos möglich, denn nicht nur die Arbeitsprozesse jedes einzelnen KI-Agenten sind konfigurierbar – wer möchte, kann auch das Aussehen des Avatars nach seinen Wünschen gestalten. Sobald ein Agent zuverlässig arbeitet, lassen sich weitere Prozesse an die KI übergeben. Zu diesem Zweck können Unternehmen auf einen Pool vortrainierter Agenten zurückgreifen – oder eigene digitale Teammitglieder für spezielle Prozesse erschaffen.
Zukunftssicher

Optimierte Kundenprozesse
Die Kund:innen sehen nur die Ergebnisse der KI-basierten Prozesse – und profitieren von zügigeren Bearbeitungszeiten im Service. Ihre Anfragen werden über ein automatisiertes Routing, das ebenfalls mit einer KI trainiert ist, direkt an den virtuellen Agenten weitergeleitet, der das Problem am besten lösen kann.

Sicherer Einstieg
Den Weg zur vollständigen Übergabe einzelner Prozesse an die digitalen Servicemitarbeitenden können Versorgungsunternehmen in compass AI transparent und strukturiert verfolgen: In der ersten Phase prüfen Sachbearbeiter:innen alle Ergebnisse und korrigieren bei Bedarf.

Auch im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit sind Auftraggeber auf der sicheren Seite, da compass AI und die enneo-Technologie in der eigenen Domäne betrieben werden. Die eingesetzten LLMs werden über die Cloud in Europa betrieben. (pq)


