10.04.2026 – Der Plattformanbieter epilot hat eine Lösung entwickelt, mit der Energieversorger sowohl ihr B2B- als auch B2C-Geschäft auf einer einheitlichen Cloud-Plattform abbilden können.
Vielfach stehen Energieversorger (EVU) vor allem im B2B-Segment vor der Herausforderung, ihren Geschäftskunden aus der Industrie, Wohnungswirtschaft und Kommunen einen digitalen Zugang zu Verbrauchs- und Vertragsdaten zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass bei den unterschiedlichen Kundensegmenten – Industrieunternehmen mit registrierender Leistungsmessung (RLM), Wohnungsunternehmen mit einer Vielzahl von Lieferstellen sowie Kommunen mit dezentralen Nutzungsstrukturen – verschiedene Anforderungen zu beachten sind.

Das epilot B2B-Portal visualisiert unter anderem auch detaillierte Verbrauchsdaten, etwa mit 15-Minuten-Lastgängen und Trendanalysen. (Bild: epilot GmbH)
Das epilot B2B-Portal des Kölner Plattformanbieters will diese Lücke schließen, indem es den aus dem Privatkundenbereich bekannten digitalen Self-Service-Standard auf das B2B-Geschäft anwendet. So bietet die Portallösung für Industriekunden mit RLM-Tarifen eine detaillierte Verbrauchsanalyse auf Basis von 15-Minuten-Lastgängen sowie die Möglichkeit, mehrere Standorte, Produktionslinien und Zähler vergleichend darzustellen. Gemeinsame Firmenaccounts mit rollenbasierten Berechtigungen sollen zudem eine differenzierte Nutzung durch verschiedene Unternehmensbereiche ermöglichen.
Für die Wohnungswirtschaft steht die Verwaltung einer großen Anzahl von Lieferstellen und Verträgen im Vordergrund der Anwendung: Zu den Kernfunktionen gehören die Massenabwicklung von Aufgaben wie etwa Vertragserneuerungen, AI-basierte Zählerstandserfassung per Smartphone bei der Ablesung vor Ort oder die Mechanismen zur Datenvalidierung.
Für Kommunen soll das Portal eine zentrale Kontrolle über dezentrale Nutzer, granulare Rollenrechte für einzelne Abteilungen und vollständige Aktivitätsprotokolle ermöglichen.
Technologische Basis
Die Lösung setzt nach Unternehmensangaben auf die nahtlose Anbindung an gängige ERP-, CRM- und weitere Drittsysteme. Das Portal ermöglicht Multi-User-Zugriffe und erfüllt mit der ISO-27001-Zertifizierung, Hosting in Deutschland und DSGVO-Konformität die geltenden Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen. Anpassungen am Portal – etwa die Einbindung unternehmenseigener Corporate Identity-Vorgaben oder die Konfiguration zielgruppenspezifischer Angebote – sollen im No-Code-Verfahren direkt im Fachbereich durchführbar sein, ohne Abhängigkeiten von IT-Dienstleistern.
Da das B2B-Portal als Modul in das epilot energy XRM integriert ist, können Energieversorger auf derselben Plattformbasis auch B2C-Prozesse und -Kundenportale, Partnerportale für Installateure sowie die interne Servicesteuerung end-to-end durchführen. So soll eine einheitliche Datenbasis über alle Kunden-Touchpoints hinweg geschaffen werden, was zudem die Transparenz über das B2B- und B2C-Geschäft als Ganzes erhöht. (cp)
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