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AÜW treibt Ausbau des LoRaWAN-Netzes voran

10.08.2022 – Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) investiert in den Ausbau von Funknetzen und will damit die Grundlage für die Digitalisierung von Allgäuer Städten und Gemeinden schaffen. Vor vier Jahren hat das AÜW zusammen mit der Stadt Kempten und dem ZAK erste Anwendungsfälle erprobt, erinnert sich Michael Lucke, Geschäftsführer AÜW: „Begonnen haben wir mit der Füllstandüberwachung von Wertstoffinseln. Dabei erfasst ein Sensor den Füllstand des Containers und sendet eine Meldung an den Entsorgungsdienstleister. Die Idee war, die Wertstoffinseln bedarfsgerechter anzufahren, aber auch zu erkennen, ob Dimensionierung und Entleerungsabstände optimiert werden müssen.“

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Foto: metamorworks / Shutterstock.com

Smart City: Allgäuer Städte werden aktiv

Nachdem die Stadt Kempten 2021 den Zuschlag im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ der Bundesregierung gewonnen hat, entstehen auch hier neue Digitalisierungsmöglichkeiten für z. B. mehr Umwelt- und Klimaschutz oder ein lebenswerteres Stadtzentrum. Auch die Stadt Memmingen setzt sich mit der Förderung der EU-Innenstadt-Förderinitiative (React-EU) für eine smarte Innenstadt ein.

Neben der Frequenzmessung von Fußgängern für eine optimale Gestaltung der Innenstadt, würden auch Fahrzeugzähler zur Meldung von Verkehrsbehinderungen oder eine Auslastungsüberwachung von Parkräumen auf der Projektliste stehen, genauso wie ein Umweltmonitoring zur Beobachtung kritischer Werte oder das Anbringen von Bodenfeuchtesensoren für ein intelligentes Bewässerungsmanagement.

Als Umsetzungspartner unterstützt das Allgäuer Überlandwerk bei der Erhebung und Verarbeitung der Daten auf Basis eines LoRaWAN-Netzes. „Seit 2018 beschäftigen wir uns mit dem Einsatz von LoRaWAN, der Funktechnik, die hinter den Beispielen steckt und z. B. die Daten von Füllständen oder Verkehrsflüssen erfasst“, so Philipp Reisigl, Projektleiter für IoT (Internet of Things) Lösungen bei AÜW.

Auch Kommunen setzen auf LoRaWAN

Um den Gemeindealltag zu vereinfachen hat Oberstaufen im Frühjahr 2021 ein Projekt zur Digitalisierung von 20 Messstellen der Wasser- und Abwasserwirtschaft per LoRaWAN ausgeschrieben und sich für AÜW als Umsetzungspartner entschieden. Seit kurzem werden die Störungsmeldungen von Abwasseranlagen mit Hilfe von Sensoren überwacht. Wo bisher wöchentliche Kontrollen der Anlagen durch Mitarbeiter vor Ort nötig waren, sendet nun der angebrachte Sensor, ob Pumpen und Rechenschieber funktionieren. Das spart Fahrten sowie CO2 und entlastet die Mitarbeiter.

Auch für die Füllstandsmessung von Regenüberlaufbecken werden Sensoren eingesetzt. Wie gut die Rückhalteeinrichtungen bei einem Rückstau von Starkregenereignissen arbeiten, hätte bisher nur schwer festgestellt werden können. Hochwertige Ultraschall- und Radarsensoren geben ab jetzt Auskunft, wie oft und wie lange die Becken überlaufen, erkennen Verstopfungen und liefern aussagekräftige Daten für Berichte an das Wasserwirtschaftsamt.

Herr Blank, der die Leitung von Wasserwerk, Kläranlage und Tiefbau in Oberstaufen verantwortet, freut sich über die neuen Lösungen in seiner Gemeinde: „Nachdem Abwasseranlagen und Regenüberlaufbecken erfolgreich digitalisiert wurden, ist der Weg geebnet, um weitere smarte Anwendungen in den Bereichen Energiemonitoring, Abfall und Verkehr anzugehen.“ (ds)

www.auew.de