11.07.2022 – Wenn Datenaustausch einen betriebswirtschaftlichen Wert hat, seien Marktakteure in der Energiebranche eher dazu bereit, ihre Datensätze adäquat aufzubereiten und anderen Akteuren bereitzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse „Datenökonomie in der Energiewirtschaft“ der Deutschen Energie-Agentur (dena). Eine Datenökonomie könne die Digitalisierung und damit auch die Energiewende vorantreiben. Die Untersuchung wurde von der WIK-Consult GmbH erstellt. Sie umfasst den Status quo der Erhebung, Übertragung und des Austausches von Daten im Energiesektor, erklärt Anreize sowie Herausforderungen einer potenziellen Datenökonomie und skizziert, wie eine zukünftige Dateninfrastruktur realisiert werden kann.
Da der Datenaustausch zwischen den Akteuren der Branche der Analyse zufolge aktuell jedoch nicht ausreichend sei, bleiben datengetriebene Lösungen und innovative Geschäftsmodelle bisher hinter den Erwartungen zurück. Wie sich durch Marktanreize die Bereitstellung von Daten fördern lasse, zeigt die veröffentlichte Analyse.
Datenaufbereitung und Datenaustausch: Leitlinien und regulatorischen Rahmen schaffen
Damit eine Datenökonomie in der Energiewirtschaft Fuß fassen kann, sind laut der dena-Analyse eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Dazu zähle etwa, konkrete Leitlinien für die Strukturierung und Aufbereitung von Daten zu etablieren, den regulatorischen Rahmen zur Schaffung ökonomischer Anreize, z.B. Innovationsprämien, anzupassen sowie Datenplattformen oder unmittelbare Austauschoptionen zu entwickeln, die einen technisch reibungslosen Datenfluss zwischen den Akteuren fördern. Weiterhin empfiehlt die Analyse, konkrete Pilotprojekte z.B. im Rahmen von Förderwettbewerben durchzuführen, die den Mehrwert der Datenökonomie öffentlichkeitswirksam hervorheben. (ds)