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Vor die Welle kommen

01.09.2025 – Mit der Marke GY will die Wilken Software Group einen Paradigmenwechsel in der energiewirtschaftlichen IT anstoßen – und das betrifft neben dem technologischen Konzept vor allem die Zusammenarbeit in der Branche.

Foto: Azathoth Pics / stock.adobe.com

Es geht um Jahresumsätze von mindestens 500 Milliarden Euro, über 250.000 Beschäftigte und nicht zuletzt um eine enorme gesellschaftliche Verantwortung, die weit über die betriebswirtschaftlichen Zahlen hinausgeht. Die Rede ist von der deutschen Versorgungswirtschaft, die aktuell nicht nur die Energiewende, sondern zahlreiche weitere drängende Herausforderungen zu bewältigen hat. Fachkräfte sind knapp, doch wertvolle Ressourcen werden durch Routinetätigkeiten und überbordende regulatorische Anforderungen gebunden. Die Betriebskosten steigen, die Margen sinken, doch Effizienzpotenziale zu heben und neue Geschäftsmodelle am Markt zu verankern, scheitert oft an einer unbeweglichen IT-Infrastruktur.

„Viele Versorgungsunternehmen und ihre Technologiepartner haben seit Jahren das Gefühl, den Entwicklungen nur noch hinterherzulaufen“, weiß Tobias Mann, COO der Wilken Software Group aus vielen Gesprächen. Er ist überzeugt: „Um wieder vor die Welle zu kommen, brauchen wir ein grundlegend neues Vorgehen.“ Zeitgemäße IT-Systeme müssten so beschaffen sein, dass sie die notwendige Transformation nicht behinderten, sondern aktiv unterstützen.

Neues Software-Konzept

Mit diesem Anspruch entstand die neue Marke GY – eine komplett neu und eigenständig entwickelte cloud-native Lösung, die eingebunden ist in agile Entwicklungsstrukturen und ergänzt wird um strategische Kooperationen innerhalb eines Partner-Ökosystems. Vorgestellt wurde GY erstmals auf der diesjährigen E-World. „Die Resonanz war unglaublich“, erinnert sich Tobias Mann, und erklärt an einem aktuellen Beispiel, wie das innovative Softwarekonzept die alltägliche Arbeit verändern kann: „Den 24h-Lieferantenwechsel – aktuell wohl eines der unerfreulichsten IT-Projekte – gibt es bei uns Out of the Box.“

„Die Energiewirtschaft trägt eine enorme Verantwortung. Dieser Verantwortung stel­len wir uns gemeinsam mit unseren Partnern – durch innovative Technologien, neue Denk­ weisen und echte Kollaboration.“ Tobias Mann, COO Wilken Software Group. Foto: Wilken GmbH

Der Grund: GY wurde mit Blick auf größtmögliche Prozessautomatisierung und Skalierbarkeit entwickelt. „Durch die hohe Standardisierung entsprechen GY-Umgebungen und -Anwendungen immer den aktuellen regulatorischen Vorgaben“, so Tobias Mann. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, etwa in der Endkundenkommunikation, müsse der Anwender keine Einzelfälle mehr bearbeiten, sondern Prozesse lediglich überwachen. „Das setzt Kräfte frei, die wir gerade jetzt dringend brauchen.“

Auch in Sachen Skalierbarkeit will GY neue Maßstäbe setzen. „Die Lösung bietet nicht nur die Möglichkeit, Millionen von Endkundenverträgen automatisiert abzurechnen. Über integrierte Schnittstellen und einen eigenen Produktdesigner lassen sich auch technische Umgebungen für neue Geschäftsmodelle binnen Minuten umsetzen“, ergänzt der Wilken-COO. So können sich Versorger flexibel und effizient an neue Marktentwicklungen anpassen – ohne Zeit und Geld in überflüssige IT-Projekte zu investieren.

Kernlösung und Ökosystem

Auf den effizienten Umgang mit knappen Ressourcen zahlt auch eine weitere strategische Entscheidung ein, die Wilken unter der neuen Marke umsetzt: „Wer den Markt beobachtet, stellt fest: All-in-One-Systeme schaffen oftmals mehr Aufwand als Nutzen – sowohl für die Anwender als auch für die Anbieter“, konstatiert Tobias Mann. Aus diesem Grund verbindet GY das Kernsystem von Wilken über standardisierte Schnittstellen mit zertifizierten Partnerlösungen. „Wir fokussieren uns auf unsere energiewirtschaftlichen Kernkompetenzen und werden hier Standards setzen. Damit unsere Kunden für alle Anforderungen bestmöglich gerüstet sind, kooperieren wir sehr nachhaltig und mit langfristiger Perspektive mit ausgewählten Anbietern, die das in ihrem Bereich ebenfalls tun“, erläutert er und freut sich, dass dieser neue Ansatz auch Tore öffnet zu Unternehmen, die „früher nie auf uns zugekommen wären“. Angesichts der Komplexität der anstehenden Aufgaben und der Konzentrationstendenzen am Markt könne es allen Beteiligten nur nutzen, wenn unabhängige Akteure ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilten.

Das betrifft nicht nur die Technologiepartner, sondern insbesondere auch die Unternehmen der Energiewirtschaft. Diese finden im Rahmen der Wilken Community jetzt eine neue Plattform für den strukturierten Wissens- und Erfahrungsaustausch – einschließlich Online-Schulungsplattform, Webinaren und einer Gremienstruktur mit vor-Ort-Veranstaltungen und virtuellen Plattformen.

Wilken Utility Summit

Impulse und Instrmente für die Transformation erwarten die Gäste beim ersten Wilken Utility Summit in der Firmenzentrale in Ulm. (Foto: Wilken GmbH)

Den Auftakt der Community markiert der erste Wilken Utility Summit am 21. Oktober 2025 in Ulm. Die Veranstaltung für Entscheider aus Energieversorgungsunternehmen will die Marke GY – buchstäblich – erlebbar machen. „Das wird keine Produktveranstaltung“, kündigt Tobias Mann an. „Wir wollen Menschen zusammenbringen, Raum schaffen für neue Ideen und Anstöße für eine erfolgreiche Transformation geben.“

So stellt Dr. Wolfgang Gründinger, Chief Evangelist bei Enpal B.V. in seinem Impulsvortrag die Frage: „Kann man Energie neu erfinden?“ und zeigt auf, wie der Weg zu neuen Geschäftsmodellen in der Energieversorgung gestaltet werden kann. Bei seinem Keynote-Vortrag „Change Mindset“, beleuchtet der auf Veränderungsprozesse spezialisierte Managementberater Dr. Florian Ilgen, warum neue Denkweisen notwendig sind, um aktuelle und künftige Herausforderungen zu bewältigen – und wie diese im Unternehmen verankert werden können.

Einen wichtigen Part auf dem Utility Summit spielen die Kooperationspartner wie etwa IVU, KISTERS, epilot oder CONUTI, die ihr Know-how und ihre innovativen Ideen einbringen. Spannende Impulse sind auch von den Beratungshäusern A.T. Kearney, pwc oder 4Management zu erwarten – zum Beispiel, wenn beim Format „Consulting Champions: Klartext zur Zukunft der Energiewirtschaft“ Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.

Neben den zentralen Themen Transformation und Zusammenarbeit stehen auch konkrete Einsatzszenarien rund um Lösungsintelligenz und KI im Fokus. Die Teilnehmer erleben live, wie die neue Lösung GY sowie die Partnerlösungen im GY-Ökosystem Freiräume im Arbeitsalltag schaffen und so die notwendigen Transformationsprozesse unterstützen. (pq)

www.wilken.de