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Ladeoffensive in Augsburg 

24.03.2026- Eine Verdopplung der Ladepunkte, ein stärkeres Netz und neue Preise sind die Eckpunkte der neuen E-Mobilitätsstrategie der Stadtwerke Augsburg (swa). 

Bild: Stadtwerke Augsburg /Thomas Hosemann

Bundesweite Trends zeigen, dass der Bedarf an Infrastruktur für die E-Mobilität in den kommenden fünf bis zehn Jahren massiv steigen wird.  In Augsburg zeigt eine aktuelle Bedarfsanalyse, dass in diesem Zeitraum bis zu 8.000 Ladepunkte im öffentlichen Raum und 70.000 Ladepunkte für private und gewerbliche Nutzung – rund 20mal mehr als aktuell vorhanden. „Wir haben uns dafür unter anderem die Einwohnerzahl, Tourismus, Pendlerverhalten und die Siedlungsdichte in einzelnen Stadtteilen angeschaut“, erklärt Markus Emmert, Leiter E-Mobilität bei der swa. Auch die Anzahl der zugelassenen eFahrzeuge in Augsburg sei in die Bedarfsanalyse mit eingeflossen. 

Ausbau und Aufrüstung 

Hier setzt der neue Masterplan der swa an, der nicht nur die Nachfrage bedienen, sondern aktiv den Umstieg auf elektrisches Fahren begünstigen will. „Wir wollen die Menschen mitnehmen. Dazu müssen Angebot, Preis und Infrastruktur zusammenpassen,” sagt Markus Emmert 

swa Leiter eMobilität Markus Emmert stellt die neue Strategie vor (Bild: Stadtwerke Augsburg/Thomas Hosemann)

Aktuell bieten die swa rund 100 der insgesamt knapp 490 öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Augsburg an. 2026 verdoppeln sie ihr Netz auf mindestens 200 Ladepunkte, aufgeteilt in AC-Normallader mit einer Leistung von bis zu 22 kW und DC-Schnelllader mit einer Leistung zwischen 100 und 400 kW.  

Neben dem Ausbau werden die Bestandssäulen der swa technisch aufgerüstet, die bestehenden DC-Schnellader werden gegen leistungsstärkere Modelle mit bis zu 100 kW Ladeleistung ausgetauscht. An allen neuen DC-Schnelladern werden zudem Terminals für die direkte Bezahlung mit Kredit- oder Debitcard eingerichtet. 

Darüber hinaus sind auch HPC-Lader (Ultra-Schnelllader) und Megawattlader für Busse und Schwerlastverkehr geplant. 

Neue Preisstruktur und neue eLadekarte 

Ergänzend senken die swa ab dem 1. April die Preise an ihren eigenen Ladepunkten deutlich und führen sie Tages- und Nachttarife (Haupt- und Randzeit) ein. Die neuen Preise gelten sowohl beim Laden mit der swa eLadekarte als auch beim sogenannten Ad-Hoc-Laden ohne vorherige Registrierung. Mit der swa eLadekarte kann europaweit an rund 400.000 Ladepunkten zum Preis des jeweiligen Anbieters geladen werden. 

Ausbau des Stromnetzes  

Damit Ladepunkte zuverlässig arbeiten, muss das Stromnetz genug Leistung bereitstellen. Daher prüfen die swa aktuell, wo künftig mehr Bedarf entsteht und planen dementsprechend den Netzausbau und intelligente Ladeinfrastruktur.  

Die swa unterstützen außerdem die Wohnungswirtschaft, Betriebe sowie Eigentümerinnen und Eigentümer. (pq) 

www.swa.de