02.02.2026 – E.ON Drive stellt zwei neue Lösungen für Unternehmen mit einer eigenen E-Autoflotte und Ladestationen am Standort vor, mit denen Ladekosten um bis zu 25 Prozent gesenkt werden können.
Möglich wird die Optimierung der Ladekosten nach Angaben der E.ON-Tochter, indem die Ladevorgänge als Flexibilität genutzt und auf Zeiten mit besonders günstigen Börsenstrompreisen verschoben werden. Hierzu koordiniert das Steuerungssystem Dynamic Charge die Ladezeiten der parkenden E-Autos auf Basis aktueller Börsenstrompreise. Dies soll durch einen mitlernenden Algorithmus ermöglicht werden, der Verbrauchs- und Standortdaten sowie weitere Faktoren wie die Aufenthaltsdauer der Mitarbeitenden und den Energiebedarf der E-Autos berücksichtigt – und auf diese Weise die optimalen Zeitfenster für die Ladevorgänge ermittelt. Dabei bleibt das Ziel immer gleich: Das E-Auto soll zum Zeitpunkt der Abfahrt entsprechend aufgeladen sein.
Flexibilität als Mehrwert
Das flexible Verschieben des Ladevorgangs soll zudem das Energiesystem entlasten und parallel die Ladekosten der Unternehmen senken, wie Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive Germany, erklärt: „Unsere Simulationen und Piloten zeigen: Mit smart gesteuertem, spotmarktbasiertem Laden lassen sich die Ladekosten von E-Flotten um bis zu 25 Prozent senken. Gleichzeitig sorgt das dynamische Lastmanagement für eine optimale Nutzung der vorhandenen Ladeinfrastruktur. Perspektivisch wird auch die Eigenstromproduktion durch Photovoltaik sowie Stromspeicher der Unternehmen intelligent in unseren Algorithmus einfließen.“
Als Basis für die anvisierte Kostenersparnis dient der E.ON-Ökostrom-Ladetarif B2B Dynamic, dessen Preis sich nach dem tagesaktuellen Börsenstrompreis richtet. Gemeinsam mit dem Dynamic Charge soll der Tarif B2B Dynamic das gezielte Laden zu den Zeiten gewährleisten, in denen der Strom günstig verfügbar ist. Das Feature Dynamic Charge lässt sich nach Angaben von E.ON Drive auch mit anderen dynamischen Stromtarifen nutzen.
Passgenaue Lösungen möglich
Je nach Anwendungsfall kann die E.ON-Tochter eine passgenaue technische Lösung für die Kund:innen zusammenstellen. Dabei kommt entweder das Cloud-basierte Tool des Backendproviders Virta zum Einsatz, das sich durch die kosteneffiziente Skalierbarkeit vor allem für große Standorte auszeichnet, oder die XENON-Plattform der E.ON-Tochter gridX, die zusätzlich die Anbindung lokaler Energieanlagen, wie Photovoltaik und Speicher, ermöglicht.
Beide Lösungen sollen kompatibel mit Backend-, Energiemanagement- und Lastmanagementsystemen sein und sich entsprechend auch nachträglich in bestehende Strukturen integrieren lassen. Die Kompatibilität wurde im E.ON-eigenen TestingLab überprüft. (cp)



