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PV und Schnellladepark intelligent vernetzt

24.10.2025 – Die EnBW hat in Klipphausen, westlich von Dresden, einen Schnellladepark mit direktem Anschluss an einen Solarpark an das Netz gebracht.

Der überdachte Schnellladepark liegt unmittelbar an der A4 und ist an einen angrenzenden 12.000 Quadratmeter großen Solarpark angeschlossen. Die PV-Anlagen befinden sich auf den Dächern von fünf Fabrikhallen umliegender Industriegewerbeunternehmen. Der PV-Park verfüge über eine Leistung von mehr als 1,7 Megawatt und liefere den Strom per Direktanschluss für die Nutzung an den Ladepunkten. Nach Angaben der EnBW startet die Einspeisung des Ökostroms in den kommenden Wochen.

Schnellladen in 15 Minuten

Der Solarpark umfasst nahezu die Fläche von zwei Fußballfeldern und liefert in der Spitze 1,7 Megawatt Ladeleistung für den EnBW-Ladepark. (Bild: EnBW Energie Baden-Württemberg AG)

Der Solarpark umfasst nahezu die Fläche von zwei Fußballfeldern und liefert in der Spitze 1,7 Megawatt Ladeleistung für den EnBW-Ladepark. (Bild: EnBW Energie Baden-Württemberg AG)

In Klipphausen hat die EnBW insgesamt 20 Ladepunkte mit einer Leistung bis 400 Kilowatt errichtet. In 15 Minuten könne nach Unternehmensangaben eine Reichweite bis zu 400 Kilometer geladen werden. Eine Erweiterung auf 40 Ladepunkte ist ebenfalls zukünftig angedacht. Nach Angaben der EnBW können in der Spitze acht Fahrzeuge mit je 200 kW beziehungsweise acht E-Autos mit je 400 kW gleichzeitig laden.

„Der Ladepark Klipphausen verstärkt nicht nur das Schnellladenetz in ostdeutschen Bundesländern, sondern zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie die verschiedenen Bestandteile der Energie- und Mobilitätswende ineinandergreifen“, erklärt der verantwortliche Schnellladeinfrastruktur-Technikchef Volker Rimpler der EnBW mobility+. Den Kund*innen stehen sanitäre Anlagen zur Verfügung, ein Restaurant auf einem anliegenden Rastplatz ermögliche zukünftig die Verpflegung während der Ladepausen.

Überschüssiger Strom fließt ins Netz

Im Falle einer Überproduktion der PV-Anlage fließt der nicht für das Schnellladen benötigte Strom direkt ins Netz. Im gegenteiligen Szenario, wenn für Ladevorgänge mehr Strom benötigt wird, als der Solarpark beisteuern kann, ist ebenfalls die Versorgung sicher: „Durch den Anschluss ans Stromnetz ist die Energieversorgung für Ladevorgänge auch dann gewährleistet, wenn die Photovoltaikanlage zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten nicht ausreichend Strom erzeugt. Selbstverständlich beziehen wir für den Betrieb des Ladeparks auch dann 100% Ökostrom“, betont Marco Masur, verantwortlicher Produktmanager bei der EnBW.

Bernd Freischlader, der die PV-Anlagen für den Schnellladepark auf den Dächern seiner Firmengebäude errichtet hat, blickt positiv auf die Eröffnung der Infrastruktur: „Ich freue mich, durch die neuen Photovoltaikanlagen auf meinen Gebäudedächern einen Beitrag für den Ausbau der Elektromobilität und der Energieinfrastruktur von morgen zu leisten.“ (cst)

www.enbw.com