21.01.2026 – Für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland sind aus Sicht der Autofahrer:innen niedrige Ladestrompreise wichtiger als staatliche Kaufanreize. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des ZVEI durchgeführt hat.
Knapp 60 Prozent der befragten Autofahrenden sprechen sich demnach für dauerhaft günstigere Strompreise beim Laden von Elektroautos aus. Nur 18 Prozent favorisieren eine einmalige Kaufprämie. Weiter fand die Umfrage heraus: Rund jeder vierte Befragte nennt hohe Strompreise als Grund, derzeit nicht auf ein Elektroauto umzusteigen.
Hintergrund ist das im europäischen Vergleich hohe Preisniveau beim Laden. „Elektromobilität nimmt in Deutschland gerade wieder spürbar an Fahrt auf. Damit das so weitergeht, muss das Laden bezahlbarer und transparenter werden“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Öffentliches Laden ist vielerorts teurer als das Tanken mit fossilen Kraftstoffen. Aus Sicht des ZVEI bremst das die Verbreitung der Elektromobilität und erschwert das Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor.
Der Verband sieht daher vor allem die Politik in der Pflicht. Statt neuer Kaufprämien fordert der ZVEI eine dauerhafte Senkung der Stromkosten, etwa durch niedrigere Steuern und Abgaben sowie mehr Transparenz bei den Ladetarifen. Auch mehr Wettbewerb beim öffentlichen Laden könnte dazu beitragen, die Preise zu senken. (pms)



