01.09.2025 – Die Zahl der installierten Batteriespeicher in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Einschätzung des IWR steht der eigentliche Markthochlauf aber erst bevor.
In Deutschland sind mittlerweile mehr als zwei Millionen Batteriespeicher installiert. Allein zwischen Januar und Juli 2025 kamen über 318.000 neue Anlagen hinzu, wie eine Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) zeigt. Die neu gemeldeten Speicher verfügen über eine Gesamtleistung von 2.088 MW und eine Kapazität von 3.868 MWh.

Die Zahl der Batteriespeicher steigt auf über 2 Millionen – Deutschland steht vor starkem Marktwachstum. (Bild: zhu difeng / Adobe Stock)
Starkes Wachstum erwartet
Trotz des Meilensteins sieht IWR-Direktor Norbert Allnoch den eigentlichen Boom erst noch bevorstehen. „Massiv gesunkene Preise für Batteriespeicher sowie eine kräftig gestiegene Nachfrage aus Industrie und Gewerbe sind die wichtigsten Treiber für den Wachstumstrend“, sagt Allnoch. Besonders viele Großprojekte befänden sich derzeit in Planung.
Nordrhein-Westfalen an der Spitze
Im Ländervergleich führt Nordrhein-Westfalen im bisherigen Jahresverlauf mit rund 10.900 neuen Anlagen, gefolgt von Bayern (9.950) und Baden-Württemberg (8.600). Allnoch sieht vor allem NRW als Profiteur des bevorstehenden Markthochlaufs: Ehemalige Kraftwerksstandorte, die vorhandene Infrastruktur und eine starke Industrie böten gute Voraussetzungen, sich zum zentralen Speicherstandort Deutschlands zu entwickeln.
Prognose für 2025
Setzt sich der Trend fort, könnten bis Jahresende 2025 rund 550.000 neue Batteriespeicher in Betrieb gehen. Damit läge die Gesamtzahl bei etwa 2,3 Millionen Anlagen mit einer Leistung von 16 GW und einer Speicherkapazität von 25 GWh. (pms)


