10.03.2026 – Nach vorläufigen Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bremsten schwache Wind- und Wasserkrafterträge das Wachstum, während vor allem die Photovoltaik deutlich zulegte.
Der Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch in Deutschland ist 2025 moderat gestiegen. Nach vorläufigen Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik lag der Anteil am Bruttoendenergieverbrauch bei 23,8 Prozent und damit 1,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Beim Strom fiel das Wachstum allerdings vergleichsweise gering aus.
Stromerzeugung wächst nur leicht
Insgesamt wurden 2025 rund 290 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt, etwa ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Da die Stromnachfrage leicht zurückging, erhöhte sich der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch dennoch von 54,4 Prozent im Jahr 2024 auf 55,1 Prozent.
Windenergie und Photovoltaik bleiben die zentralen Säulen der erneuerbaren Stromerzeugung. Zusammen stellen sie inzwischen mehr als drei Viertel des grünen Stroms.
Allerdings waren die Bedingungen für einige Technologien im vergangenen Jahr ungünstig. Ein historisch windschwaches Frühjahr sowie trockenes Wetter führten laut Bericht zu niedrigeren Erträgen bei Windkraft und Wasserkraft. Diese Rückgänge wurden teilweise durch den anhaltenden Zubau neuer Photovoltaikanlagen und vergleichsweise sonniges Wetter aufgefangen.
Windenergie bleibt wichtigste Stromquelle
Trotz der schwachen Windbedingungen blieb die Windenergie mit rund 134 Terawattstunden der wichtigste erneuerbare Energieträger im deutschen Strommix. Der Ausbau der Anlagen zog 2025 wieder stärker an: Die installierte Leistung wuchs um rund 5.100 Megawatt auf insgesamt etwa 77.900 Megawatt. Viele bereits erteilte Genehmigungen deuten darauf hin, dass sich der Ausbau in den kommenden Jahren weiter beschleunigen könnte.
Photovoltaik legt deutlich zu
Die stärkste Dynamik zeigte erneut die Photovoltaik. Die Solarstromproduktion stieg auf 91,6 Terawattstunden und damit um rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die installierte Leistung wuchs kräftig: Innerhalb von zwölf Monaten kamen etwa 17.600 Megawatt hinzu. Ende 2025 erreichte die installierte Photovoltaikleistung in Deutschland damit knapp 120 Gigawatt. Die Technologie ist inzwischen nach der Windenergie die zweitwichtigste Stromquelle im deutschen Energiemix.
Ausbaubedarf bleibt hoch
Trotz dieser Zuwächse bleibt der Ausbau erneuerbarer Energien für die Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele dringend erforderlich. Nach dem aktualisierten Nationalen Energie- und Klimaplan soll der Anteil am Bruttoendenergieverbrauch bis 2030 auf 41 Prozent steigen. (pms)



