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Großstromspeicher: Uniper und CMBlu kooperieren

01.09.2022 – Der Energieversorger Uniper und der Speicherhersteller CMBlu starten gemeinsam den Aufbau eines Stromspeichers im Megawattbereich. Dieser wird auf Basis von organischen Solid-Flow-Batterien betrieben. Diese Batteriespeichertechnologie wurde von CMBlu entwickelt und soll zukünftig in der Lage sein, eine Vielzahl von Anwendungsfällen und Märkten abzudecken. Erstmalig in Deutschland soll sie nun am Uniper-Kraftwerk Staudinger im Rahmen eines Pilotprojekts installiert werden. Das Kraftwerk Staudinger im hessischen Großkrotzenburg kann Uniper zufolge bis zu zwei Millionen Menschen mit Strom versorgen.

Stufenweiser Ausbau des Stromspeichers

Ziel der Zusammenarbeit zwischen Uniper und CMBlu Energy ist es, den prototypischen Stromspeicher technologisch und wirtschaftlich auf Eignung für die angestrebte Nutzungsart zu bewerten und dieser Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Damit wird den Partnern zufolge auch das Fundament für eine Entscheidung hinsichtlich eines stufenweisen Ausbaus des Stromspeichers am Standort Staudinger gelegt. Langfristig soll der Speicher in die dortige Infrastruktur integriert und zertifiziert werden.

Die Anlage wird initial eine Leistung von 1 Megawatt und eine Kapazität von 1 Megawattstunde haben und voraussichtlich 2023 in Betrieb gehen. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase soll dieser Demonstrator in der Folge auf einen Großstromspeicher im zweistelligen Megawatt-Bereich erweitert und auch an anderen Standorten eingesetzt werden.

Batteriespeicher CMBlu Werkhalle

Batteriespeicher auf Basis der Organic Solid-Flow-Technologie. Foto: CMBlu Energy AG

Organische Solid-Flow-Batterietechnologie: Hohe Energiedichte und skalierbar

Organische Solid-Flow-Batterien verbinden nach Angaben von CMBlu hohe Energiedichte von Solid-State- mit der Skalierbarkeit von Kapazität und Leistung von Flow-Batterien. Diese Merkmale würden sie zu einer konkurrenzfähigen und kostengünstigen Alternative zu bisherigen Speichertechnologien machen. Die Materialien der organischen Solid-Flow-Batterien seien weltweit in praktisch unbegrenztem Umfang verfügbar, es gebe keine Abhängigkeiten von seltenen oder konfliktbehafteten Rohstoffen und Lieferketten. Darüber hinaus seien alle Kernkomponenten und nahezu alle Bestandteile der Batterie recycelbar. Außerdem soll die Batterie weder brennbar noch explosiv sein, daher sollen sie entsprechend sicher in Betrieb und Handhabung sein. (ds)

www.cmblu.com/de/
www.uniper.energy