19.08.2025 – Für das Gelingen der Energiewende braucht Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 157.000 zusätzliche Arbeitskräfte. Doch heute schon dauert die Rekrutierung von Fachkräften in der Berufsgruppe „Energietechnik“ im Schnitt über 100 Tage.

Symbolbild: Projektionen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass Arbeitskräfteengpässe in den relevanten Berufsgruppen bei der Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung hemmen könnten. (Bild: wkbilder / stock.adobe.com)
In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Arbeitskräften für die Umsetzung des Klimaschutzes zunehmen. Modellrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass für die Umsetzung der Energiewende bis zum Jahr 2030 bis zu 157.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden.
Trotzdem dürfte es laut IAB-Projektion schwieriger werden, qualifizierte Fachkräfte in vielen Berufsgruppen zu rekrutieren, die entscheidend für die Umsetzung der Energiewende sind. So identifizieren die Berufsforscher:innen schon heute bei den energiewirtschaftlichen Berufsgruppen eine äußerst angespannte Rekrutierungssituation: Die höchsten Suchdauern zeigen sich mit 112 Tagen in der Berufsgruppe „Energietechnik“ und mit 114 Tagen im Bereich „Elektrotechnik“.
„Wir müssen die verfügbaren Arbeitskräfte rekrutieren und diese auch so aus- und weiterbilden, dass die Arbeitskräftepotenziale aus schrumpfenden Wirtschaftsbereichen bestmöglich genutzt werden“, kommentiert IAB-Forscher Christian Schneemann die Ergebnisse. Zusätzliche Stellschrauben lägen zudem in der Förderung des MINT-Bereichs bei der Berufswahl – etwa im Bereich Elektro- oder Energietechnik. (cp)
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