29.07.2024 – Im April 2024 waren deutschlandweit rund 3,4 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von 81.500 Megawatt installiert – ein neuer Rekord.
Immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland nutzen die Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im April 2024 rund 3,4 Millionen deutschlandweit verbaute PV-Anlagen im Bestand gezählt – ein Zuwachs von knapp 30 Prozent gegenüber April 2023. Die installierte Leistung stieg im selben Zeitraum um ca. 20 Prozent auf nunmehr 81.500 Megawatt im April 2024. Die Behörde erfasst für ihre Auswertung alle Photovoltaikanlagen, die Strom in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen. Kleinere Anlagen, wie etwa die aktuell verstärkt ins Gespräch gekommenen Balkonkraftwerke, fallen somit in der Regel nicht darunter.

Die langfristige Statistik zeigt einen merklichen Zuwachs der installierten PV-Anlagen (Bild: Statistische Bundesamt)
PV-Importe sinken, Abhängigkeit von China bleibt
Der Import von Photovoltaikanlagen ist in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 stark zurückgegangen: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai 2023) sank der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule um zwei Drittel auf nunmehr knapp 605 Millionen Euro. Auch der Wert der aus Deutschland exportierten Photovoltaikanlagen sank zwischen Januar und Mai 2024 ähnlich massiv: Von knapp 616 Millionen Euro in den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 auf gut 216 Millionen Euro von Januar bis Mai 2024.
In Bezug auf die Handelsbilanz nach Ländern blieb China das aus deutscher Sicht mit Abstand wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: Rund 86 Prozent der nach Deutschland eingeführten Photovoltaikanlagen kamen auf das Gesamtjahr 2023 betrachtet aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (etwa 5 Prozent) und Vietnam (3 Prozent). Die wichtigsten Abnehmer für deutsche Exporte von PV-Anlagen waren im Gesamtjahr 2023 Österreich (17,8 Prozent), Italien (11,4 Prozent) und die Schweiz (9,0 Prozent). (cp)
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