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Maritime Energiewende

06.08.2025 – Mit Batteriespeichern und Solarstrom macht die Reederei Frisia ihre Inselverbindungen elektrischer. 

Die AG Reederei Norden-Frisia treibt den Umbau ihres Energiesystems weiter voran und setzt dabei auf Batteriespeicher mit Second-Life-Modulen. Zwei neue Containerlösungen von STABL Energy, insgesamt 1.849 kWh groß und mit 608 kW Leistung, sollen künftig den Ladebetrieb des vollelektrischen Katamarans FRISIA E-1 unterstützen. Gleichzeitig erhöhen sie die Eigenstromnutzung und entlasten das Netz. 

Die Speicher sind Teil eines umfassenderen Konzepts, das lokale Stromerzeugung, E-Mobilität und maritime Infrastruktur verzahnt. Geladen werden sie mit PV-Strom aus einem bereits bestehenden Ladepark in Norddeich, den die Reederei 2024 mit 1,6 MW Leistung und 242 Ladepunkten in Betrieb genommen hat. Eine weitere Freiflächenanlage mit 750 kW ist in Planung. 

Reederei Frisia Anlieferung Batteriespeicher. (Bild: STABL Energy / Janis Meyer Fotografie)

Reederei Frisia Anlieferung Batteriespeicher. (Bild: STABL Energy / Janis Meyer Fotografie)

Second-Life-Technologie im Echtbetrieb 

Zum Einsatz kommen Batteriemodule aus Elektrofahrzeugen, die über die Multilevel-Wechselrichtertechnologie von STABL weitergenutzt werden. Der Fokus liegt auf einem möglichst geschlossenen Energiekreislauf, sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. Frisia-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann sieht darin einen konsequenten Schritt: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Nebenschauplatz, sondern unternehmerischer Kern. Mit den Batteriespeichern können wir nicht nur unsere CO₂-Bilanz verbessern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der Elektromobilität durch die sinnvolle Zweitnutzung von E-Autobatterien deutlich reduzieren.“ 

Erstes elektrisches Linienschiff unter deutscher Flagge 

Im März 2025 hat die Reederei das vollelektrische Schiff FRISIA E-1 in Betrieb genommen – als erste elektrische Linienverbindung auf See unter deutscher Flagge. Der Katamaran transportiert 150 Fahrgäste dreimal täglich nach Norderney. Die Fahrzeit beträgt 30 Minuten. Für den Ladebetrieb vor Ort sind stabile Lastprofile nötig, die sich durch den Batteriespeicher abfedern lassen – ein Vorteil auch für das regionale Netz. 

Für STABL Energy ist das Projekt ein Referenzfall: „Die Reederei Frisia zeigt, wie emissionsfreie Mobilität und lokale Energieversorgung ineinandergreifen können“, sagt Geschäftsführer Martin Sprehe. (pms) 

www.stabl.com  

www.reederei-frisia.de 

 

Beitragsbild: (Bild: Marco Martins / stock.adobe.com, Symbolbild)