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Präzisere Prognosen durch Wetterdrohnen

30.03.2026 – Der Wetterinformationsanbieter Meteomatics nutzt eigene Wetterdrohnen, um hochauflösende Messdaten aus der unteren Atmosphäre zu bekommen – einem bislang wenig erfassten Bereich der Wetterbeobachtung.

Die Meteodrones erfassen vertikale Wetterprofile aus der unteren Erdatmosphäre. (Bild: Meteomatics AG)

Die Meteodrones erfassen vertikale Wetterprofile aus der unteren Erdatmosphäre. (Bild: Meteomatics AG)

Viele Unternehmen der Energiebranche sind auf zuverlässige Wetterdaten angewiesen und profitieren dementsprechend von modernen Wettermodellen. Doch gerade in der unteren Atmosphäre mangelt es häufig an hochauflösenden Messdaten, wie Dr. Martin Fengler, Gründer und CEO des Schweizer Anbieters von Wetterinformationen Meteomatics, erklärt: „Ein Großteil der Prozesse, die unser Wetter bestimmen, spielt sich in den unteren Kilometern der Atmosphäre ab. Also genau dort, wo bislang vergleichsweise wenige Messdaten vorliegen“.

Um diese Datenlücke zu schließen, nutzt Meteomatics eigens entwickelte Wetterdrohnen – sogenannte Meteodrones. Diese steigen automatisiert auf bis zu 6.000 Metern Höhe und erfassen dabei kontinuierlich meteorologische Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Wind. Die auf diese Weise entstehenden vertikalen Messprofile sollen wertvolle Informationen über Prozesse in der Atmosphäre liefern und so die Qualität von Wettermodellen und Prognosen verbessern – insbesondere bei kurzfristigen und lokalen Wetterphänomenen wie Gewittern, Starkregen oder Nebel.

Die Meteodrones erreichen bislang nicht abgedeckte Luftschichten. (Bild: Meteomatics AG)

Die Meteodrones erreichen bislang nicht abgedeckte Luftschichten. (Bild: Meteomatics AG)

Erste Drohnennetzwerke

Den Nutzen solch zusätzlicher Atmosphärenmessungen sollen aktuelle Projekte aufzeigen:  So entsteht derzeit etwa in Norwegen ein landesweites Netzwerk von rund 30 Meteodrones, die regelmäßig vertikale Wetterprofile erfassen. Die Drohnen werden über das ganze Land verteilt installiert und jeweils zusammen mit einer automatisierten Start- und Landestation betrieben, von der aus sie autonom zu Messflügen starten. Auch in der Schweiz kommen Meteodrones nach Unternehmensangaben bereits regelmäßig zum Einsatz und tragen unter anderem dazu bei, die Vorhersage von Nebel zu verbessern.

Die Meteodrones sollen klassische Messsysteme wie Wetterstationen, Radiosonden oder Satelliten ergänzen. Zudem bieten die Drohnen auch ökologische Vorteile: Während die meisten Wetterballons nur einmalig einzusetzen sind, können die wiederverwendbaren Meteodrones viele Messflüge durchführen und somit Materialverbrauch sowie Abfall reduzieren. (cp)

www.meteomatics.com