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Quartierstrom für Kölner Mieter

10.10.2023 – Über 800 Bewohner in einem Quartier in Köln Sülz werden im Zuge des größten Mieterstromprojekts in Köln demnächst ihren eigenen Strom über Photovoltaikanlagen beziehen.

Planungsskizze Mieterstromprojekt Köln-Holweide. Foto: Einhundert Energie GmbH

In einem wegweisenden Schritt zur Förderung nachhaltiger Energiegewinnung realisieren die Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG und die Wohnungs- und Baugenossenschaft Mieterschutz eG zusammen mit dem Mieterstromanbieter Einhundert Energie GmbH das größte Mieterstromprojekt Kölns und statten ein Quartier in Köln-Holweide mit Photovoltaik aus. Das Quartier wird durch die beiden Genossenschaften in vier Bauabschnitten energetisch saniert. Einhundert wurde für die ersten drei Bauabschnitte im Contracting-Modell beauftragt und ist für die Photovoltaik-Anlage zuständig. Die Bauherren beabsichtigen, Einhundert auch für den letzten Bauabschnitt zu beauftragen.

Einhundert ist in dem Projekt im Contracting-Modell (Dachpacht) für die Finanzierung und Installation der Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden sowie für die Belieferung der Bewohner mit PV-Strom zuständig. Durch vorbereitende Maßnahmen der beiden Genossenschaften zur Ertüchtigung des Daches und der technischen Zusammenführung der Hausanschlüsse wird es den Angaben zufolge möglich sein, eine Gesamtkapazität der PV-Anlagen von über 1.300 kWp zu realisieren. Die geplante jährliche Stromerzeugung belaufe sich auf beeindruckende 1.200 MWh, was maßgeblich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes der Gebäude beitrüge. Insgesamt sind in Köln bisher ca. 3.500 kWp Mieterstrom verbaut.

500 Tonnen CO2-Einsparungen pro Jahr

Mit über 400 Wohneinheiten, verteilt auf mehr als 60 Hausnummern, verdeutlicht dieses Projekt das Engagement beider Genossenschaften für eine nachhaltige Zukunft. Der saubere Strom wird direkt den über 800 Bewohnern im Quartier zur Verfügung gestellt und ist eine CO2-Einsparung von 500 Tonnen pro Jahr. Das entspricht mehr als 300 Flügen von Köln nach Dubai. Zusätzlich wird der PV-Strom für die Wärmepumpen genutzt. So ist auch die Wärmegewinnung in den Gebäuden nachhaltig. Dies steigert den Dekarbonisierungsgrad der Gebäude weiter.

„Das Projekt ist nicht nur ein großer Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die Mieterinnen und Mieter, die von kostengünstigem, umweltfreundlichem Strom profitieren können“, sagt Martin Frysch, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG. Diese können die Firma Einhundert als Stromanbieter wählen und erhalten dann rund um die Uhr Ökostrom – vom Dach oder aus dem Netz, wenn die Sonne nicht scheint. „Es ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Wohnungsbaugenossenschaften ihre Verantwortung für Umwelt und Gemeinschaft wahrnehmen und vereinen und so nachhaltige Lösungen für die Bewohnerinnen und Bewohner schaffen.“ Der Strom vom Dach sei günstig, da er direkt lokal erzeugt und verbraucht wird, so Frysch.

„Mit dem gemeinsamen Projekt setzen wir nicht nur Maßstäbe für die Dekarbonisierung von Gebäuden und für mehr Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft, sondern auch für bezahlbaren Wohnraum. Denn vom sauberem PV-Strom vom Dach profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Mieterinnen und Mieter, die den Strom günstig bei unserem Partner Einhundert beziehen können.“, sagt Frysch.

Sanierung und Neubau im Quartier geht einher mit PV-Installation

Die PV-Anlagen werden im Zuge weiterer Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die eine energetische Modernisierung der Gebäude, den Einbau von Wärmepumpen und die Erneuerung der Gasheizungsanlagen umfassen. Darüber hinaus werden Balkone und Fassaden erneuert, um die Wohnqualität weiter zu steigern und die Energieeffizienz zu maximieren.

„Als etablierte Wohnungsgenossenschaften in Köln nehmen wir unsere Verantwortung für die Umwelt und für unsere Mieterinnen und Mieter ernst. Mit einem Partner wie Einhundert konnten wir ein solches Projekt einfach umsetzen, ohne dass viel Aufwand bei der PV-Installation, energiewirtschaftlichen Prozessen und Abrechnungen für die Stromlieferung an die Bewohner für uns anfällt“, freut sich Beate Kurth, Prokuristin bei der WBG Mieterschutz eG. (bs)

www.einhundert.de