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Sektoren im Haus verzahnen

04.07.2022 – Solarwatt will seinen Kunden und Partnern ab sofort die Verknüpfung der Bereiche Energie, Mobilität und Wärme ermöglichen. Dadurch soll die Weiterentwicklung vom Photovoltaik-Anbieter zum „Sektorenkoppler“ gelingen.

Um den Klimawandel zu bremsen und die Energiewende voranzubringen, sollen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität zunehmend verzahnt werden, damit die Energie effektiv verbraucht oder möglichst verlustarm gespeichert werden kann. Für Detlef Neuhaus, Geschäftsführer des Photovoltaikanlagenherstellers Solarwatt, ist die Sektorenkopplung wesentliche Voraussetzung dafür, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht und die Menschen hierzulande unabhängiger von Öl und Gas werden: „Wenn in einem Einfamilienhaus eine Solaranlage installiert ist, liegt die CO2-Einsparung bei rund zehn Prozent. Bei einem Gesamtsystem, bei dem auch E-Auto und Wärmepumpe mit Solarstrom versorgt werden, sinken die CO2-Emissionen um bis zu 80 Prozent. Wenn wir die Sektorenkopplung in Einfamilienhäusern konsequent umsetzen, können wir in Deutschland rund 160 Millionen Tonnen CO2 einsparen, was knapp einem Viertel des Gesamtausstoßes in Deutschland entspricht.“

Durch Sektorenkopplung und intelligent gesteuert über ein Energiemanagementsystem können sich Hausbesitzer in weiten Teilen selbst versorgen. Foto: Solarwatt GmbH

Energieautarkie durch Sektorenkopplung stärken

Das Dresdner Unternehmen möchte sich vom Photovoltaik-Systemanbieter für Eigenheime und Kleingewerbe zum Anbieter für Sektorenkopplung weiterentwickeln und kooperiert dafür mit Stiebel Eltron, einem Hersteller im Bereich Haus- und Wärmetechnik. Detlef Neuhaus erläutert die Gründe für die neue Ausrichtung seiner Firma: „Mit einem Energiesystem bestehend aus Solaranlage, Wärmepumpe sowie E-Auto und gesteuert durch ein intelligentes Energiemanagement können sich Hausbesitzer in weiten Teilen selbst versorgen. Darüber hinaus ist es auch wirtschaftlich attraktiv. Ein solches System amortisiert sich schon nach wenigen Jahren, weil der Großteil der günstigen Solarenergie im Haushalt verwendet wird.“

Kooperation im Bereich Sektorenkopplung auf technischer Ebene

Solarwatt-Partner erhalten von Stiebel Eltron intensive Schulungen für die Planung und Installation von Wärmepumpen. Foto: Stiebel Eltron GmbH & Co. KG

Die Zusammenarbeit von Solarwatt mit Stiebel Eltron fuße auf der Überzeugung beider Unternehmen, dass die Sektorenkopplung großes Marktpotenzial bietet: „Stiebel Eltron hat schon immer mit dem SHK- und dem Elektrohandwerk zusammengearbeitet und auch Solarwatt geht das Thema Sektorenkopplung konsequent und ganzheitlich an. Für mich ist die technische Kooperation zwischen den beiden Unternehmen der ideale Schritt, damit die Welten Solarenergie und Wärme weiter zusammenwachsen“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer von Stiebel Eltron.

Aus dem Portfolio des niedersächsischen Anbieters für Haus- und Wärmetechnik hat Solarwatt die Wärmepumpensysteme ausgewählt, die in erster Linie im Gebäudebestand eingesetzt werden sollen. Diese Systeme können zukünftig von den bundesweiten Solarwatt-Installationspartnern verbaut werden.

Steuerung durch Energiemanager

Als zentrale Steuerungseinheit fungiert der SOLARWATT Manager flex. Die Anwendung für das Energiemanagement soll die verschiedenen Bereiche zusammenführen und die aufeinander abgestimmte Steuerung des Energiesystems ermöglichen: „Unser Manager sorgt für die Koordination und priorisiert die angeschlossenen Verbraucher wie Wärmepumpe und Elektroauto. Für den Kunden ist das extrem einfach, denn er hat wirklich nur eine zentrale App für das gesamte Energiesystem. Einmal konfiguriert läuft das dann von selbst. Die Nutzer können aber natürlich zu jeder Zeit eingreifen und Anpassungen vornehmen“, erklärt Eric Prager, Product Manager Heat von Solarwatt.

Schulungen für Installateure

Ein weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Weitergabe von Know-how. In Schulungen werden den Solarwatt-Installationspartnern alle notwendigen Schritte für die Planung und Installation der Wärmepumpentechnik im Detail erläutert: „Unsere Partner machen bei Stiebel Eltron einen ‚Wärmepumpen-Führerschein‘, damit sie das Thema vollumfänglich angehen können. Unser Ziel ist es, dass wir so die aktuell noch vorhandene Barriere zwischen Heizungsbauern und Solarteuren möglichst auflösen“, berichtet Eric Prager.

Den Installateuren steht für die Planung der passenden Wärmepumpe ab sofort ein Tool zur Verfügung, das von Stiebel Eltron für Solarwatt weiterentwickelt wurde. Darüber werden alle wichtigen Unterlagen zur Installation automatisch erstellt und zur Verfügung gestellt. (ds)

www.solarwatt.de
www.stiebel-eltron.de