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WEA laufen trotz Ausfall eins Satellitennetzwerks weiter

02.03.2022 – Am 24. Februar 2022 fiel das KA-SAT-Satellitennetzwerk aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache aus. Das Netzwerk verbindet in ganz Europa rund 30.000 Satellitenterminals, die von verschiedenen Branchen und Industrien genutzt werden. Einer der Nutzer ist der Dienstleister Euroskypark. Dieser bietet Kommunikationslösungen als Alternative zu DSL und anderen Internetanbindungen. Einige Windparks greifen auf solche Angebote zurück, wenn es am Standort der Windenergieanlagen an einer schnellen Internetinfrastruktur mangelt. In diesen Fällen stellt die Anbindung über Satellit eine alternative zu DSL oder Glasfaser dar.

Windanlagen Rachelshausen Hessen

Trotz des Ausfalls eines Satellitennetzwerk produzieren die WEA in Deutschland, im Bild der Windpark Rachelshausen in Hessen, weiterhin verlässlich Energie. Foto: © Joachim Wierlemann

Welche Anlagen sind von dem Ausfall des Satellitennetzwerks betroffen?

Laut Bundesverband Windenergie (BWE) sind europaweit rund 30.000 Satellitenterminals betroffen, die von Unternehmen und Organisationen aus verschiedenen Branchen genutzt werden. Terminals und Anlagen sind in diesem Fall nicht gleichzusetzen. Die Zahl der betroffenen Windenergieanlagen (WEA) ist geringer und liegt nach Informationen des BWE im vierstelligen Bereich.

Die Windenergieanlagen laufen auch ohne Internet weiter, da die Störung lediglich den Kommunikationskanal des Service zu den Anlagen beeinträchtigt. Für den unwahrscheinlichen Fall einer schwerwiegenden Störung schalten sich die WEA weiterhin automatisch ab. In diesem Fall kann ein erneutes Anlaufen der Anlage aktuell nicht aus der Ferne erfolgen, sondern muss von einem Service-Team direkt vor Ort vorgenommen werden. Teilweise ist auch die Übertragung von Live-Daten gestört, die für eine solide Prognose benötigt werden.

Was bedeutet das für die Windenergieproduktion in Deutschland?

Nach Auskunft des BWE besteht keine Gefahr für die Windenergieanlagen und deren kontrollierte Einspeisung ins nationale Stromnetz. Auch die betroffenen Windenergieanlagen produzieren weiterhin verlässlich Energie.

Was sind die nächsten Schritte?

Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind die Probleme gemeldet. Auch andere staatliche Behörden sind in Kenntnis gesetzt. Aktuell prüft man das Satelliten-Kommunikationsnetzwerk. Daneben werden alternative Kommunikationsanbindungen gesucht, um den Fernzugriff wiederherzustellen. Derzeit stehe noch nicht fest, bis wann das Problem gelöst sein wird. (ds)

www.wind-energie.de