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E.ON verbaut 100.000sten Smart Meter in Deutschland

16.02.2022 – Der Energiekonzern verkündet, als erstes Unternehmen in Deutschland 100.000 intelligente Messsysteme in Deutschland installiert zu haben. Bis Ende 2022 plant E.ON 173.000 intelligente Messsysteme einzubauen. Trotzdem besteht hierzulande Aufholbedarf beim Rollout der intelligenten Zähler gegenüber anderen Ländern.

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Beim Smart Meter Rollout in Deutschland gilt es noch einige Hürden zu nehmen. Foto: Ofoto Ray (OfotoRay) / pixabay.com

In Schweden hat E.ON nach eigenen Angaben in einer ersten Rollout-Welle zwischen 2004 und 2009 bereits eine Million Smart Meter verbaut. Derzeit läuft die zweite Welle, bei der bereits circa 200.000 Zähler installiert wurden. Bis Ende 2024 kommen weitere 1200 bis 1500 Geräte täglich hinzu. In Großbritannien verzeichnet E.ON bereits vier Millionen Smart Meter Installationen. Der schleppende Rollout in Deutschland werde vor allem durch zu hohe Hürden in Form weitreichender Vorgaben verursacht. Viele unterschiedliche Behörden sind mit verteilten Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zuständig – es fehlt allerdings eine gesamtverantwortliche Anlaufstelle. Der deutsche Smart Meter Rollout-Plan sieht vor, dass bis 2032 jeder Zähler intelligent oder zumindest mit einer digitalen Schnittstelle versehen sein muss. Die digitalen Zähler setzen schrittweise die analogen, auch bekannt als „Ferraris-Zähler“.

Smart Meter: Navigationssystem der Energiewende

Die neuen Smart Meter bieten sowohl Kunden als auch Unternehmen weitreichende Vorteile gegenüber den alten die bis 2032 schrittweise abgelöst werden. Kunden haben durch die intelligenten Messsysteme eine exakte, grafisch aufbereitete Stromverbrauchs- und Kostenkontrolle und können Einsparpotentiale aktiv erkennen. Zudem können sie von neuen und flexiblen Stromtarifen profitieren.

Für Verteilnetzbetreiber wie E.ON sind Smart Meter elementar für die Digitalisierung der Netzinfrastruktur. Intelligente Messsysteme liefern anonymisierte Daten zu Netzauslastung, Stromverbrauch und Einspeisung. Energieflüsse lassen sich so nicht nur nahezu in Echtzeit messen, sondern auch flexible Einspeiser und Verbraucher intelligent vernetzen. Diese Transparenz ist Vorrausetzung dafür, dass Netze auch in Zukunft effizient genutzt werden können und leistungsfähig bleiben. Auch die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Energien kann nur mit Hilfe von Transparenz und digitaler Steuerung weiterhin zuverlässig in die Netze integriert werden. (ds)

www.eon.de