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Submetering-Marktumfrage 2021

10.02.2022 – Aufbau und Einbindung neuer Prozesse und IT-Systeme, fehlendes Know-how sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen sind für Energieversorgungsunternehmen (EVU) bzw. Messstellenbetreiber (MSB) klassische Hürden beim operativen Einstieg in das Submetering-Geschäft. Dennoch gilt Submetering via Smart Meter-Gateway (SMGW) für viele MSB als wichtige zukünftige Erlösquelle. Die Akteure versuchen die Eintrittshürden über Kooperationen zu überwinden. Dies ist das Ergebnis der Submetering-Marktumfrage 2021, die von der Managementberatung Q_PERIOR durchgeführt wurde. Befragt wurden sowohl EVU/MSB als auch Submetering-Dienstleister. Aus den Ergebnissen der Analyse hat Q_PERIOR einen „Handlungsleitfaden für Messstellenbetrieb und Submetering“ abgeleitet.

Barrieren beim Markteinstieg in das Submetering

Q_PERIOR_Daniel Boehm

Q_PERIOR-Manager und Studienmitautor Daniel Böhm. Foto: Q_Perior AG

Als Hürden in den Projekten erweisen sich vor allem die Einbindung neuer Prozesse und die Implementierung neuer IT-Funktionalitäten. Submetering-Dienstleister sind bei der Problemlösung weiter vorangeschritten als Messstellenbetreiber. Die CLS-Schnittstelle am Smart Meter-Gateway ist für alle Unternehmen die bevorzugte Umsetzungsvariante zur Anbindung von Submetering-Komponenten. Über 80 % der befragten Unternehmen liebäugeln mit der Ausprägung eines aktiven EMT für das Abrufen der Daten und haben die Anforderungen dafür bereits umgesetzt oder planen dies zu tun.

Als zusätzliche Markteintrittsbarrieren werden der Aufbau von Know-how (86 %) und die regulatorischen Rahmenbedingungen (82 %) angeführt. Lange Laufzeiten von Bestandsverträgen, technische Aspekte (Funktionsumfang der SMGW, Interoperabilität) und die hohen Sicherheitsanforderungen betrachten die Akteure ebenfalls als hinderlich.

Zentrale Rolle für Smart Meter-Gateway als Kommunikationsplattform

Laut den Studienautoren wird das Smart Meter-Gateway sektorenübergreifend eine zentrale Rolle in der Datenkommunikation einnehmen. Zwar haben bislang nur 57 % der befragten Unternehmen in Liegenschaften bereits intelligente Messsysteme installiert. Doch wurden bei allen befragten Submetering-Dienstleistern und 74 % der Messstellenbetreiber schon Strategien für die Anbindung von Submetering-Komponenten an das SMGW aufgesetzt oder sind in Arbeit. Beim Submetering bauen 66 % der befragten Unternehmen wegen der hohen Umsetzungskosten auf Kooperationsmodelle. Die bevorzugte Ausgestaltungsform ist das White-Label-Modell. Alle Submetering-Dienstleister und 60 % der EVU wollen die Rolle des wettbewerblichen Messstellenbetreibers besetzen. (ds)

www.q-perior.com