23.04.2026 – Mit einer neuen digitalen Prüfanalage in Merzig erweitert VOLTARIS die Prüfkapazitäten für moderne Messeinrichtungen und Basiszähler.

An 20 neuen Prüfplätzen können nun messtechnische Prüfungen von modernen Messeinrichtungen und Basiszählern durchgeführt werden. (Bild: VOLTARIS GmbH)
Die VOLTARIS GmbH hat ihre Prüfkapazitäten für moderne Messeinrichtungen und Basiszähler weiter deutlich ausgebaut. Am Standort Merzig wurde nach umfangreichen baulichen Anpassungen eine neue digitale Zählerprüfanlage mit 20 zusätzlichen Prüfplätzen in Betrieb genommen. Am 9.April 2026 konnten die technische Ausführung der Anlage, die Prüfabläufe sowie die zugehörigen Qualitätssicherungsprozesse bewertet und die Inbetriebnahme von Thomas Baltes, Fachbereichsleiter Mess- und Eichwesen des Landesamts für Umwelt‑ und Arbeitsschutz (LUA) Saarland aus eichrechtlicher Sicht genehmigt werden. Damit stehen dem Messwesen-Spezialisten an den beiden Standorten Maxdorf und Merzig insgesamt 55 Prüfplätze für moderne Messeinrichtungen und Basiszähler zur Verfügung. Die Erweiterung ist ein weiterer Schritt, um die steigenden Gerätevolumina im Zuge des Smart Meter Rollouts effizient bearbeiten zu können. Die zusätzliche Prüfanlage ist mittlerweile vollständig in die bestehende Infrastruktur integriert. Geschäftsführer Volker Schirra betont die strategische Bedeutung der Investition: „Mit der zusätzlichen Prüfanlage schaffen wir weitere Kapazitäten, die wir für die steigende Zahl der neuen Messgeräte benötigen – schnell, zuverlässig, zukunftsfähig und auf dem neuesten Stand der Technik.“
Neue Prüftechnik für neue Anforderungen
Die Zählerprüfung umfasst inzwischen weit mehr als die Messrichtigkeit der konventionellen Stromzähler. Mit dem neuen Prüfverfahren können jetzt unter anderem die Grid-Funktionalität sowie Daten der elektronischen Lieferscheine geprüft werden, zum Beispiel der PIN oder die Service-ID. Durch softwaregesteuerte Kommunikationsköpfe ist eine automatisierte PIN-Eingabe möglich. „Unsere Kunden sollen sich darauf verlassen können, dass sie ausschließlich geprüfte Zähler und Messeinrichtungen von uns erhalten“, so Markus Barthel, stellvertretender Leiter der Prüfstelle ESL3 und Leiter Qualitätssicherung. „Das gewährleisten wir durch die Kombination aus zuverlässiger, herstellerunabhängiger Gerätebeschaffung und klar definierten Qualitätsstandards.“
Gemeinschaftliches Stichprobenverfahren
Zu den Prüfdienstleistungen gehört auch das VOLTARIS‑Poolverfahren. Damit steht Stadtwerken ein kosteneffizientes, gemeinschaftliches Modell zur Verfügung, um mit minimalem Aufwand die Eichgültigkeit ihrer Messeinrichtungen und Basiszähler zu verlängern. VOLTARIS bündelt dabei die Geräte der Stadtwerke-Kunden in einem gemeinsamen Stichprobenverfahren, so dass die Werke nicht selbst vollständige Lose bereitstellen müssen. Dieses Modell reduziert Aufwand, Kosten und Austauschmengen erheblich und sorgt gleichzeitig für eine hohe Qualitätssicherung.
Eigene Prüfstellen schaffen Mehrwerte
VOLTARIS gehört nach eigener Auskunft zu den wenigen Unternehmen, die Träger eigener staatlich anerkannter Prüfstellen sind. In den Prüfstellen für Messgeräte für Elektrizität ERP3 in Maxdorf sowie ESL3 und GSL3 für Gasmessgeräte in Merzig deckt das Unternehmen sämtliche Leistungen des gesetzlichen Messwesens ab. Die Stadtwerke-Kunden profitieren davon gleich zweifach: Zum einen erfüllt VOLTARIS alle gesetzlichen Anforderungen und bietet Eichungen, Befundprüfungen, Annahmeprüfungen und Stichprobenverfahren aus einer Hand. Zum anderen ist VOLTARIS durch kontinuierliche Marktbeobachtung in der Lage, den Kunden stets die besten Geräte zu empfehlen. Durch regelmäßige Prüfungen werden eine langfristige Messgenauigkeit und eine dauerhaft hohe Messbeständigkeit gewährleistet.


