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Gemeinschaftliche Netzführung

24.07.2025 – Die drei Netzgesellschaften Harz Energie Netz, OsthessenNetz und WEMAG Netz entwickeln gemeinsam moderne Leitstellen- und Netzleittechnik.

Die Netzgesellschaften Wemag Netz, Harz Energie Netz und OsthessenNetz liegen Hunderte Kilometer voneinander entfernt – dennoch entwickeln sie gemeinsam Pläne für ein Netzleitsystem. (Grafik: RhönEnergie Fulda GmbH)

Die Netzgesellschaften Wemag Netz, Harz Energie Netz und OsthessenNetz liegen Hunderte Kilometer voneinander entfernt – dennoch entwickeln sie gemeinsam Pläne für ein Netzleitsystem. (Grafik: RhönEnergie Fulda GmbH)

Im Projekt „Kooperation Leitsystem“ (KoopLeit) wollen die drei Netzbetreiber ein modernes, leistungsfähiges Mehrsparten-Netzleitsystem implementieren, das den steigenden Anforderungen an Netzführung, Systemdienstleistungen und Versorgungssicherheit gerecht wird. Hierzu setzen die Unternehmen auf eine enge Kooperation, die von der Systemauswahl über die Implementierung bis hin zur – möglicherweise – gemeinsamen Netzführung reicht.

Das erste Zwischenziel besteht darin, dass in Osterode, Fulda und Schwerin drei technisch identische Leitstellen entstehen sollen. Hierzu haben die drei Netzbetreiber bereits den Vergabeprozess für ein gemeinsames Netzleitsystem erfolgreich durchgeführt: Der Zuschlag der Kooperation ging an die PSI Software SE aus Berlin, die in den kommenden Projektphasen ein neues Leitsystem für die drei Häuser aufsetzen soll.

Die Konzeptstudie hatte ein neunköpfiges Team aus den drei Unternehmen entwickelt – begleitet von einem externen Beratungsunternehmen. Die Teammitglieder spielten unterschiedliche Kooperationsszenarien durch und einigten sich dann darauf, das Design eines neuen Netzleitsystems und der Netzführung gemeinsam zu erarbeiten und vorerst getrennte, aber gleichartige Netzleitsysteme gemeinsam zu beschaffen. „Wir alle teilen die Vision, unsere Standorte zu einem späteren Zeitpunkt zu vernetzen und die Vorteile einer gemeinsamen Netzführung zu nutzen“, bekräftigt Dirk Schaper, Geschäftsführer der Harz Energie Netz.

Umsetzung beginnt

Mit dem Abschluss der Vergabe startet die nächste Phase: die technische Umsetzung und Anpassung des Systems an die jeweiligen Anforderungen der drei Netzbetreiber.  Hierzu soll die erarbeitete Konzeptstudie als Grundlage dienen, damit trotz unterschiedlicher Netzstrukturen einheitliche Standards erreicht werden. Die Inbetriebnahme des neuen Systems ist für das Jahr 2028 geplant.

Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda, deren Tochter die OsthessenNetz ist, stellt die Bedeutung des Vorhabens heraus: „Das Projekt ist ein Leuchtturm für die Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft. Es zeigt, wie durch Kooperation Effizienz, Qualität und Resilienz gesteigert werden können. Eine langfristige Zusammenarbeit ist entschiedenes Ziel unserer Kooperation – weit über die gemeinsame Weiterentwicklung von Leitsystemkomponenten und Netzführungsprozessen hinaus.“ (cp)

www.wemag.com

www.harzenergie.de

www.re-fd.de