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Kombination aus Kompaktstation und F-Gas-freier Schaltanlage

27.05.2022 – Auf dem Gräper Fachforum Energietechnik (18.05. – 19.05.2022) präsentierten Gräper und Siemens die Kombination aus der neuen Kompaktstation GKP-S3 mit der F-Gas-freien Schaltanlage 8DJH 24 aus dem blue GIS-Portfolio von Siemens. Die neue Kompaktstation GKP-S3 ist eine Kompaktstation in der Leistungsklasse bis 800 kVA, die laut Hersteller mit bis zu vier Mittelspannungsfeldern ausgestattet werden kann. Die Station sei bereits erfolgreich mit der neuen 8DJH 24 störlichtbogengeprüft und mit IAC AB 20 kA 1s qualifiziert worden.

Einsatz von Clean Air

EWE_Siemens_Graeper_GKPS3

Timo Nienaber (EWE Netz GmbH), Arne Burmeister (Gräper), Rebekka Markert (Siemens AG). Die ausgestellte Station soll zeitnah ihren Pilotbetrieb bei EWE Netz aufnehmen. Foto: Beton- und Energietechnik Heinrich Gräper GmbH & Co. KG

Die neue Ringkabelschaltanlage setzt auf das Isolationsmedium Clean Air. Clean Air besteht aus natürlichen Bestandteilen der Umgebungsluft und ist daher nicht nur frei von F-Gasen, sondern auch nicht brennbar und für alle Betriebstemperaturen geeignet. Es hat ein globales Treibhauspotenzial (GWP) von unter 1 und kann am Ende seiner Lebensdauer in die Atmosphäre entlassen werden.

Laut dem Entwurf der F-Gas-Verordnung entfallen beim Einsatz der blue GIS-Produkte zukünftig die Schulungs- und Meldepflichten. In den Ringkabelabzweigen komme der neuartige Lasttrennschalter mit Vakuumröhre im Nebenstrompfad blue switch zum Einsatz. Zudem könne die 8DJH 24 mit Motorantrieben, integrierter Sensorik, elektronischen Anzeigegeräten und IoT-fähigen Kommunikationseinheiten ausgestattet werden.

Verschiedene Ausführungen der Station möglich

Nach Angaben von Gräper bietet die Station Raum für Niederspannungsanlagen bis 1,6 Meter Breite. Laut Hersteller kann sie sowohl in Normalbeton als auch im Gräper-Leichtbeton geliefert werden. Die Station besteht aus zwei monolithisch hergestellten Beton-Fertigteilelementen (Korpus und Dach). Die MS-Kabel würden über wasserdichte Durchführungssysteme eingeführt. Ein nach unten offener Kabeleinführungsschacht mit herausnehmbarer Edelstahl-Vorhangplatte erlaube es, die NS-Kabel montagefreundlich einzubringen. Die Oberfläche der Station könne nach individuellen Wünschen gestaltet werden.

Im Standard wird die Station mit Reibe- und Rollputzoberfläche ausgeliefert. Auf Wunsch sind laut dem mittelständischen Unternehmen auch Waschbeton, Sichtbeton und Riemchenverklinkerung möglich. Die Türen und Lüftungselemente aus dem Hause Gräper werden aus Aluminium gefertigt werden. Optional könne die GKP-S3 auch mit Einbauteilen auch Stahl geliefert werden. Zwei-Punkt-Verriegelungen für jeden Türflügel lassen die Türen nach Herstellerangaben störlichtbogensicher schließen. Die Türen und Lüftungsgitter sind werksseitig mit Drahtgewebe für den Insektenschutz ausgestattet und würden dem Schutzgrad IP 23D entsprechen. Höherwertige Ausführungen seien auf Anfrage möglich.

Wie das Unternehmen mitteilt, ist es mit der variabel gestalteten Betonform möglich, die GKP-S3 sowohl mit Stahlbeton als auch mit Faserbeton zu fertigen. Mit letztgenannter Variante könne die Menge von Beton und Stahl reduziert werden und somit der CO2 Footprint der Station reduziert werden. Die Markteinführung für Faserbeton ist für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen, wie Gräper mitteilt. (ds)

www.graeper-gruppe.de
www.siemens.com