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Mehr Platz im Umspannwerk

16.02.2026 – Siemens Smart Infrastructure stellt mit Siprotec V die virtualisierte Version seines Schutz- und Steuergeräts Siprotec 5 vor. Die digitale Lösung soll neben Kosten auch bis zu 45 Prozent Platz in den Stationsgebäuden einsparen können.  

Mit der Lösung Siprotec V will die Siemenskonzernsparte die traditionellen Abhängigkeiten zwischen Schutz- und Steuerungssoftware und den dedizierten physischen Geräten auflösen. Der softwaredefinierte Ansatz ermöglicht Siprotec V, Schutz- und Steuerungsanwendungen innerhalb eines Umspannwerks virtuell zu skalieren. Damit lassen sich bis zu 60 virtuelle intelligente elektronische Geräte (IEDs) vereinen. Auf diese Wiese konsolidiert die Lösung die Funktionalität von bis zu 60 hardwarebasierten Siprotec 5-Schutz- und Steuergeräten in einer serverbasierten Anwendung. Diese Flexibilität soll dabei helfen, dass Energieversorgungsunternehmen ihre Schutzarchitekturen effizienter an sich verändernde Anforderungen anpassen – und ganz nebenbei rund 45 Prozent Platz im Umspannwerk einsparen können.  

Siprotec V ist die virtualisierte Version des Siprotec 5 Schutz- und Steuergeräts von Siemens, das für digitalisierte Umspannwerke entwickelt wurde. (Bild: Siemens Aktiengesellschaft)

Siprotec V ist die virtualisierte Version des Siprotec 5 Schutz- und Steuergeräts von Siemens, das für digitalisierte Umspannwerke entwickelt wurde. (Bild: Siemens Aktiengesellschaft)

Erleichterte Prüfung  

Durch die Virtualisierung kann Siprotec V zudem eine übergreifende digitale Prüfung von Umspannwerken vornehmen, noch bevor diese in Betrieb genommen werden. So lassen sich Installationsprozesse nach Unternehmensangaben vereinfachen, Tests beschleunigen und Fehler minimieren. Die modulare Softwarearchitektur von Siprotec V soll eine schnelle Anpassung an sich ändernde Systemanforderungen gewährleisten, ohne hardwarebedingte Einschränkungen zu berücksichtigen. So wird die Bereitstellung von Softwareupdates, Patches und Funktionserweiterungen erleichtert. 

Geringerer Platz- und Ressourcenverbrauch  

Die virtualisierte Schutztechnik von Siemens soll zusätzlich die Anzahl von Schaltschränken, den Bedarf an kostenintensivem Kupferkabel sowie bauliche Maßnahmen – wie etwa Kabelgräben – reduzieren. Dadurch lassen sich die CO₂-Emissionen je digitalem Umspannwerk um bis zu 50 Prozent senken. Darüber hinaus ermöglicht die Virtualisierung Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent, da weniger Schutz- und Steuergeräte verbaut werden müssen. 

Die Lösung unterstützt außerdem das Hosting von KI-Anwendungen direkt im Umspannwerk: So können Kund:innen Echtzeitberichte und prädiktive Analysen nutzen, um Entscheidungen zu treffen. (cp)

www.siemens.com 

Beitragsbild: Symbolbild: Sampao / stock.adobe.com (KI-generiert)