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Teamwork

Erfolgreiche Digitalisierung ist kein Projekt, sondern ein Prozess – und genau darin besteht derzeit die größte Herausforderung für EVU, Stadtwerke und Netzgesellschaften: Kaum ist eine regulatorische Vorgabe umgesetzt, wartet schon die nächste – und das bindet Zeit und Kapazitäten. Der Branche wird zunehmend bewusst, dass es künftig nicht mehr um einzelne Themen und Aufgaben geht, sondern um durchgängige datenbasierte Prozesse. Nur auf dieser Basis lassen sich aus Informationen Mehrwerte generieren, Standardprozesse automatisieren, KI-Ansätze sinnvoll nutzen und die aktuellen Cybersicherheitsthemen effizient beherrschen. Ein großer Schritt also, der jedoch viele kleine überflüssig macht.

Zunehmend wird klar: Digitales „Einzelkämpfertum“ führt nicht weiter, ein Sammelsurium von Insellösungen macht ebenso viel Aufwand wie ein All-in-One-System – und das gilt sowohl für Anwender als auch für ihre Technologiepartner. Transformation gelingt in Kooperation und gemeinschaftlicher Initiativen, bei der – auch über Wettbewerbsgrenzen hinweg – Erfahrungen, Kompetenzen und Ressourcen miteinander geteilt werden. (cp)

Advertorial

2026: Der nächste Rollout steht vor der Tür

Extremwetterereignisse, wachsende Urbanisierung oder Ressourcenknappheit: Städte und Gemeinden stehen heute vor neuen, komplexen Herausforderungen. Eine hohe Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel, um flexibel auf diese Veränderungen reagieren zu können.

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DREI FRAGEN AN…

Foto: EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Johannes Kast, Teamleiter Prozessautomation bei EnBW Utility Services

Worin bestehen aus Ihrer Sicht die Vorteile von KI in der Praxis?

Bei KI denken viele zunächst an Effizienzgewinne und Kostensenkungen. Das ist sicherlich ein zentraler Vorteil, doch der Mehrwert geht weit darüber hinaus. Insbesondere die Kundenzufriedenheit profitiert enorm von KI-gestützten Ansätzen. Ein Beispiel ist der Einsatz im Kundenservice: KI hilft, Kunden besser zu verstehen und gezielter auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Sie kann Hinweise darauf geben, wann ein Kunde idealerweise kontaktiert werden sollte, seine Wechselwahrscheinlichkeit einschätzen oder die „Next Best Action“ vorschlagen. Trotzdem bleibt der Mensch ein unverzichtbarer Bestandteil: KI zielt darauf ab, Mitarbeitende zu entlasten und ihnen Raum für komplexe und individuelle Kundenanliegen zu geben. Dabei profitiert die Servicequalität gleichermaßen.

Wie lassen sich KI und Automatisierungen in IT-Landschaften integrieren?

Die Integration von KI in IT-Strukturen bringt neue Denkansätze mit sich. Besonders in der Softwareentwicklung verändert sich der Fokus. Während früher der Anwender im Mittelpunkt stand und die Systeme darauf optimiert wurden, möglichst benutzerfreundlich zu sein, liegt heute ein zusätzlicher Schwerpunkt darauf, wie KI effektiv mit Software zusammenarbeiten kann. Für KI ist es nicht entscheidend, dass ein Prozess schematisch abläuft oder mit wenigen Klicks durchführbar ist – sie agiert unabhängig von solchen menschlichen Ansprüchen.

Wo setzt EnBW Utility Services Automatisierungen und KI ein?

Klassische Prozessautomatisierungen wie der Einsatz von Robotern bei repetitiven Aufgaben sind lange etabliert. Besonders spannend wird es jedoch beim Einsatz von sogenannter Agentic AI: Hier werden Maschinen mit komplexen Aufgaben beauftragt, die sie eigenständig lösen können. Ein Beispiel dafür ist das Screening von E-Mails und die intelligente Kategorisierung. KI kann dabei mehrere tausend Kontakte automatisch verschlagworten, um diese direkt an die zuständigen Bereiche weiterzuleiten. Solche Aufgaben wären manuell in der benötigten Zeit kaum umsetzbar. Darüber hinaus bieten wir Lösungen wie Voice- und Chatbots an, über die Kunden zum Beispiel unkompliziert und für Ihren Bedarf zugeschnittene Angebote erhalten können. Dabei bleibt die Interaktion keineswegs unpersönlich – genau das Gegenteil ist der Fall. Persönlichkeit erreicht man genau dann, wenn man den Kunden kennt und individuell auf ihn eingeht. Das Wissen, das KI aus Daten generiert, ermöglicht eine individuelle Ansprache, die ohne automatisierte Auswertungen und Analysen kaum realisierbar wäre. Sie ist daher heute bereits tragende Säule, um die Energiebranche effizienter, nachhalti- ger und kundenfreundlicher zu gestalten. (pq)

www.enbw.com/utilityservices

Keine Illusionen

83 Prozent der KMU und 87 Prozent der großen EVU glauben, dass der Digitalisierungsgrad der Energiewirtschaft insgesamt bei unter 50 Prozent liegt. Quelle: Utility 4.0 Studie 2024

Ein Quantum voraus

Im aktuellen Quantum Innovation Index belegt E.ON den ersten Platz im Feld der Energieunternehmen. Damit zählt der Essener Energieversorger zu den zehn weltweit führenden Akteuren bei der Einführung und Entwicklung von Quantencomputing für die eigene Branche. (cp)

Foto: HumblePride / stock.adobe.com

 

Aktuell müssen nahezu alle deutschen Unternehmen (97 Prozent) einen hohen Aufwand für den Datenschutz betreiben. Je kleiner die Unternehmen sind, umso höher fällt die Belastung aus. (cp)
Quelle: Bitkom e.V.

Gemeinsam besser

Mit der neuen Marke GY will die Wilken Soft- ware Group einen Paradigmenwechsel in der energiewirtschaftlichen IT ins Rollen bringen – und das betrifft neben dem technologischen Konzept vor allem die Zusammenarbeit in der Branche. Aus diesem Grund verbindet GY das Kernsystem von Wilken über standardisierte Schnittstellen mit zertifizierten Partnerlösungen etwa IVU, KISTERS, epilot oder CONUTI . (cp)

www.wilken.de